Besonders in der kalten Jahreszeit, benötigen Oldtimer und Youngtimer viel Pflege und Vorsorge, damit sie den Winter unbeschadet überstehen. An oberster Stelle steht ein vernünftiger und gründlicher Rostschutz, damit der Oldie auch dem aggressiven Streusalz trotzen kann. Unterboden, Schweller und Holme sind die gefährdetesten Bereiche und sollten im Winter besonders gründlich nachversiegelt werden. Ebenso der Lack, welcher neben dem Unterboden auch in den kalten Monaten, hin und wieder einmal eine Autowäsche vertragen kann. Aber nicht nur die Karosserie braucht viel Beachtung, auch die Technik möchte auf die kalten Wintertage vorbereitet werden.
Ganz oben auf der Checkliste steht die Batterie und die Lichtmaschine. Bei alten Autos gibt es zwei unterschiedliche Akkus, einen mit 6- und einen mit 12 Volt. Die Lichtmaschine sollte die Batterie mit genug Ladestrom versorgen. Bei einer 6 Volt Batterie liegt der Wert bei 7,2 Volt und bei einer 12 Volt Batterie bei 14,4 Volt. Am besten lassen sich diese Werte mit einem Multimeter nachmessen. Die Batterie sollte zudem mit destillierten Wasser befüllt werden. Ideal sind 1 Zentimeter über den Bleiplatten der Batterie. Der letzte Schritt der Batteriepflege, ist das Einfetten der Batteriepole/Kontakte mit Polfett.
Damit der Motor auch bei niedrigsten Temperaturen anspringt, benötigt er u.a. einen Zündfunken. Hier schadet ein Blick auf Zündverteiler, Verteilerläufer, Stecker und Co. auf keinen Fall. Gegebenfalls austauschen. Apropos Motor: Das Kühlmittel dient gleichzeitig auch als Frostschutz. Es sollte erstens genug Kühlmittel im Kreislauf vorhanden sein und zweitens sollte der Gefrierpunkt um die minus 25 Grad liegen. Ebenso wichtig, das Motoröl. Hier kommt es nicht nur auf den richtigen Ölstand an, sondern auch auf das richtige Öl. Ein dickes Öl z.B. erschwert dem Motor nach dem Kaltstart die Arbeit erheblich. Hier empfiehlt sich der Umstieg auf ein dünneres 0W oder 5W- Motoröl. Außerdem erreicht es die zu schmierenden Stellen früher und senkt den Kraftstoffverbrauch. Auch elektrische Anschlüsse und Kontakte müssen vor Korrosion und Feuchtigkeit geschütz werden. Da dies aber nicht immer gelingt, sollten wenigstens die Kontakte mit Kontaktspray behandelt werden.
Der Innenraum: Das größte Problem hier, ist Feuchtigkeit, welche ins Auto geschleppt wird. Diese hat hier natürlich nichts zu suchen und wird am besten mit Luftentfeuchtern, Gummifußmatten und gründlich gereinigten Scheiben in schach gehalten. Auch dem Außenbereich des Oldies muss Beachtung geschenkt werden. Neben dem Rostschutz, z.B. durch Hohlraum- und Unterbodenversiegelungen, sollte auch der Lack eine gründliche Reinigung, Politur und anschließende Versiegelung bekommen. Nicht vergessen: Damit die braune Pest nicht an den Türunterkanten nagt, Wasserabläufe reinigen und frei halten! Zu guter letzt noch die Türgummis fetten oder austauschen, Türschlösser ölen, Scheibenwischer und Licht überprüfen, dann sollte einem störungsfreien Wintereinsatz nichts mehr im Weg stehen.



