Archiv für die Kategorie „Oldtimer Ersatzteile“

Mit dem Oldie sicher und störungsfrei durch den Winter

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Besonders in der kalten Jahreszeit, benötigen Oldtimer und Youngtimer viel Pflege und Vorsorge, damit sie den Winter unbeschadet überstehen. An oberster Stelle steht ein vernünftiger und gründlicher Rostschutz, damit der Oldie auch dem aggressiven Streusalz trotzen kann. Unterboden, Schweller und Holme sind die gefährdetesten Bereiche und sollten im Winter besonders gründlich nachversiegelt werden. Ebenso der Lack, welcher neben dem Unterboden auch in den kalten Monaten, hin und wieder einmal eine Autowäsche vertragen kann. Aber nicht nur die Karosserie braucht viel Beachtung, auch die Technik möchte auf die kalten Wintertage vorbereitet werden.

Ganz oben auf der Checkliste steht die Batterie und die Lichtmaschine. Bei alten Autos gibt es zwei unterschiedliche Akkus, einen mit 6- und einen mit 12 Volt. Die Lichtmaschine sollte die Batterie mit genug Ladestrom versorgen. Bei einer 6 Volt Batterie liegt der Wert bei 7,2 Volt und bei einer 12 Volt Batterie bei 14,4 Volt. Am besten lassen sich diese Werte mit einem Multimeter nachmessen. Die Batterie sollte zudem mit destillierten Wasser befüllt werden. Ideal sind 1 Zentimeter über den Bleiplatten der Batterie. Der letzte Schritt der Batteriepflege, ist das Einfetten der Batteriepole/Kontakte mit Polfett.

Damit der Motor auch bei niedrigsten Temperaturen anspringt, benötigt er u.a. einen Zündfunken. Hier schadet ein Blick auf Zündverteiler, Verteilerläufer, Stecker und Co. auf keinen Fall. Gegebenfalls austauschen. Apropos Motor: Das Kühlmittel dient gleichzeitig auch als Frostschutz. Es sollte erstens genug Kühlmittel im Kreislauf vorhanden sein und zweitens sollte der Gefrierpunkt um die minus 25 Grad liegen. Ebenso wichtig, das Motoröl. Hier kommt es nicht nur auf den richtigen Ölstand an, sondern auch auf das richtige Öl. Ein dickes Öl z.B. erschwert dem Motor nach dem Kaltstart die Arbeit erheblich. Hier empfiehlt sich der Umstieg auf ein dünneres 0W oder 5W- Motoröl. Außerdem erreicht es die zu schmierenden Stellen früher und senkt den Kraftstoffverbrauch. Auch elektrische Anschlüsse und Kontakte müssen vor Korrosion und Feuchtigkeit geschütz werden. Da dies aber nicht immer gelingt, sollten wenigstens die Kontakte mit Kontaktspray behandelt werden.

Der Innenraum: Das größte Problem hier, ist Feuchtigkeit, welche ins Auto geschleppt wird. Diese hat hier natürlich nichts zu suchen und wird am besten mit Luftentfeuchtern, Gummifußmatten und gründlich gereinigten Scheiben in schach gehalten. Auch dem Außenbereich des Oldies muss Beachtung geschenkt werden. Neben dem Rostschutz, z.B. durch Hohlraum- und Unterbodenversiegelungen, sollte auch der Lack eine gründliche Reinigung, Politur und anschließende Versiegelung bekommen. Nicht vergessen: Damit die braune Pest nicht an den Türunterkanten nagt, Wasserabläufe reinigen und frei halten! Zu guter letzt noch die Türgummis fetten oder austauschen, Türschlösser ölen, Scheibenwischer und Licht überprüfen, dann sollte einem störungsfreien Wintereinsatz nichts mehr im Weg stehen.

Ferrari-Design-Legende Sergio Scaglietti

Dienstag, 6. Dezember 2011

Er war ein ganz Großer und schuf Automobile welche Geschichte schrieben. Der italienische Automobildesigner Sergio Scaglietti ist im Alter von 91 Jahren verstorben. Er entwarf in seiner Karosserieschmiede im italienischen Maranello Ferrarimodelle, wie den California, 250 GTO, 250 Testa Rossa und den Ferrari 750 Monza. Bekannt war der Italiener besonders für seine Art und Weise, wie er seine Autos entworfen und gebaut hat. Einen Stift benötigte Sergio Scaglietti dabei nie. Alle seine Modelle formte er mit bloßen Händen aus Blechen, welche mit er Hilfe von Sandsäcken und Holzböcken in Form brachte. Mit einer seiner größten Erfolge war der Ferrari 250 GTO, ein Sportwagen welcher sich erst auf der Rennstrecke richtig wohl fühlte. Bei der Konstruktion des Ferrari 250 GTO orientierten sich die Entwickler und Techniker am Ferrari 250 Testa Rossa. Der 3l Zwölfzylinder fand tief im Rohrrahmen des Ferrari 250 GTO Platz. 300 PS leistete der von 1962 bis 1964 gebaute Sportwagen. Lediglich 36 Exemplare wurden gebaut. Beim Ferrari 250 GTO handelte es sich zudem um einen Wettbewerbswagen. Das Strömungsgünstige Design verhalf ihm zu zahlreichen Erfolgen im Motorsport, mit ein Verdienst des italienischen Designers.

Renaults Sportwagengrößen

Freitag, 2. Dezember 2011

Konzipiert für den Rennsport und dressiert für den Straßengebrauch

So hieß der Slogan des 1996 vorgestellten Sportwagens aus dem Hause Renault. Die Rede ist von dem besonderen und bis dato einzigartigen Renault Spider. Er entstand aus der Idee heraus, einen Wagen zu konzipieren, der es erlaubt sich sowohl auf der Rennstrecke, als auch im normalen Straßenverkehr bewegen zu lassen. Der Renault Spider besteht aus drei Karosserieelementen, einem Mittelteil, sowie der vorderen und hinteren Haube. Als Material kamen nur leichte Verbundwerkstoffe in Frage, die den Renault Spider nicht nur leichter machten, sondern sich auch problemlos und schnell entfernen ließen. Die Bodengruppe des Renault Spider besteht aus hartem und stabilen Polypropylen, einem zwei Zentimeter dicken und belastbaren Werkstoff. Gebaut wurde der flache Sportwagen von 1996 bis 1999, rund 1640 Exemplare wurden fertiggestellt und verkauft. Ein 2l großer Vierzylinder stellte den Antrieb des Renault Spider dar. Er leistet 147 PS und ermöglicht dank des geringen Gewichts des offenen Zweisitzers, beachtliche und sportlich Fahrleistungen. Oft wird man die Flunder allerdings nicht zu sehen bekommen, denn der Renault Spider ist auch aufgrund seiner geringen Stückzahl ein seltenes und exklusives Auto.

Die Tradition schneller Sportwagen, geht bei Renault bis weit in die 80er und 90er Jahre zurück. Zwei weitere Beispiele französischer Motorsport-Verbundenheit, sind der Renault 5 Turbo und die Renault Alpine Modelle. Der Renault 5 Turbo wurde in den 80er Jahren eigentlich für den Rallye-Sport entwickelt und weißt eine große Besonderheit auf. Der 160 PS starke Vierzylinder-Turbo wurde nämlich anstelle der Rücksitzbank hinten montiert. Neben Karosserieverbreiterungen und Breitreifen, erhielt der Renault 5 Turbo zusätzlich ein neu entwickeltes Fahrwerk. Gebaut wurde der Renner von 1980 bis 1986 und verkaufte sich ca. 4000 mal.

Turboherz, fließende Linienführung und niedrigster cw-Wert im Renault Alpine

Ein weiterer großer Name reicht sogar bis in die 70er Jahre zurück. Das war nämlich der Zeitpunkt an dem der Alpine A 310 erstmals einen Sechszylindermotor bekommen hat, welcher auch im Renault 30 verbaut wurde. Erkennen konnte man das 150 PS-Spitzenmodell an seinen Dreilochfelgen, den anderen Scheinwerfern und der breiteren Spur des Alpine A 310. Mitte der 80er Jahre kam 1986 der Renault Alpine V6 GT Turbo auf den Markt, dessen selbsttragende Karosserie aus Stahl und einem Polyester-Werkstoff bestand. 200 PS leistete der 2,5l Sechszylinder und verhalf dem Renault Alpine V6 GT Turbo zu schnellen Fahrleistungen. Das war aber nicht allein der Verdienst des starken Motors, denn zudem kam noch die extrem fließende und strömungsoptimierte Linienführung der Karosserie hinzu. Ebenso war der Unterboden des Renault Alpine V6 GT Turbo verkleidet und so hatte der französische Sportwagen einen cw-Wert von gerade einmal 0,30. Die letzte Stufe des Alpine war der von 1991 bis 1994 gebaute Renault Alpine A 610 Turbo. Dessen 3l Aggregat leistete schon 250 PS, hatte eine moderne Benzineinspritzung und einen frühzeitig ansprechenden Garrett-Turbolader. Nicht nur was seine Fahrleistungen angeht, war der A 610 auf der höhe der Zeit, sondern auch beim Thema Abgasreinigung war der Alpine ganz vorne mit dabei. Die Abgasanlage des Renault Alpine A610 Turbo, war mit einem Dreiwegekatalysator ausgerüstet.

Rivoltas Erben, der IR 300 und Iso Grifo

Dienstag, 22. November 2011

Im Jahr 1962 wagte sich ein Großer an den Einstieg in das Geschäft mit exklusiven Sportwagen. Die Rede ist Renzo Rivolta, der sich bereits Jahre zuvor einen Namen gemacht hat. Er war es nämlich, der einen Kleinwagen konstruierte, der wenig später in Deutschland, als “BMW Isetta” Berühmtheit erlangte und in hierzulande als Brot- und Butterauto vom Band lief. 1962 entwickelte Rivolta einen großen Sportwagen und zugleich elegantes Coupé, den Iso Rivolta IR 300. 304 PS holte der Achtzylinder aus rund 5,4 Litern Hubraum, beachtliche Werte und auch die Fahrleistungen des Iso Rivolta IR 300 konnten sich sehen lassen. Trotzalledem, lief der Verkauf des Coupés am Anfang nur sehr schleppend. Im Laufe seiner Bauzeit verkaufte es sich zwischen 1961 und 1965 ca. 780 mal. Nach dem etwas schweren und unglücklichen Start des IR 300, kam zwei Jahre später der Iso Grifo GL 356 auf den Markt und gab sich in der Sportwagenliga die Ehre. Er bestach ebenso mit purer Eleganz und einer harmonischen Linienführung, ein Verdienst von Bertone, welcher den Iso Grifo GL 356 entworfen hatte. Angetrieben wurde das wuchtige Coupé von einem V8-Chevrolet-Motor, der aus rund 5,4 Litern 356 PS mobilisierte. Je nach Version, war auch ein Triebwerk mit 7 Litern Hubraum erhältlich. Der Iso Grifo hatte eine klare Aufgabe, er sollte den Sack in der Sportwagenklasse zu machen und die Modelle von Ferrari hinter sich lassen. Zum Teil ist es dem Iso Grifo sogar gelungen, denn bis zu 270 km/h Höchstgeschwindigkeit, waren eine Klasse für sich und schwer einzuholen. Trotz dieser beeindruckenden Daten, schaffte es der Iso Grifo nicht, Enzo Ferrari die Kunden streitig zu machen. Ferrari war schon immer ein großer Name und der Iso Grifo kam nie an das Flair und die Rasse eines Ferrari heran. Nach dem Tod Renzo Rivoltas, ging auch sein Unternehmen mit ihm unter. Im Jahre 1974 verließ das letzte Auto das Band.