Archiv für die Kategorie „Oldtimer Ersatzteile“

Zündapp Janus: Eine andere automobile Entwicklung

Freitag, 13. August 2010

Zündapp Janus

Der Zündapp Janus war ein viersitziges Rollermobil, das von 1957 bis 1958 bei der Zündapp-Werke GmbH in Nürnberg hergestellt wurde. Damals galt das Mobil als „Kleinwagen“, in der heutigen Zeit jedoch passt es in die Kategorie „Kleinstwagen“.

Die Entwicklung geht auf den Prototyp „Dornier Delta“ von Claudius Dornier zurück, der die Produktionslizenz von Zündapp erworben hatte. Die Fertigung startete 1957 und bereits 1958 wurde der Janus nach nur 6902 Exemplaren wieder eingestellt. Wie viele ähnliche Kleinstwagentypen aus der Zeit, verschwand auch der Janus nach so kurzer Produktionszeit aus dem Strassenbild, weil sein Preisvorteil gegenüber den damaligen kleinen Mittelklassewagen zu niedrig war. Das ungewöhnliche Design mit den gleichen Türen an Front und Heck, sowie die Sitzposition swaren ausschlaggebend dafür den Namen des doppelköpfigen römischen Gottes Janus zu verwenden. Die Passagiere im Fond saßen Rücken an Rücken mit den Frontpassagieren, konnten somit den hinteren Verkehr beobachten und hatten eine Bein- und Kopffreiheit wie in einem Fahrzeug der Mittelklasse. Der Transport sperriger Güter war verhältnismäßig unproblematisch. Der Janus verfügte über noch weitere interessante Ausstattungsdetails, wie z.B. der sonst nur bei einigen Sportwagen eingebaute Mittelmotor, die hydraulische Vierradbremse und die Einzelradaufhängung aller Räder, welche ein sehr gutes Fahrverhalten mit wenig Seitenneigung trotz hinterer Pendelachse brachte. Schaufelförmige Rippen erhöhten die Stabilität der Bremstrommeln und sorgten ständig für Kühlung. Der eingebaute Mittelmotor schaffte eine ideal ausgewogene Gewichtsverteilung im Fahrzeug, allerdings hatte die Verwendung des Mittelmotors jedoch den Nachteil, dass es im Innenraum zu laut wurde.

Talbot-Matra Rancho

Mittwoch, 11. August 2010

Talbot-Matra Rancho

Der Talbot-Matra Rancho war ein Freizeitfahrzeug des Automobilherstellers Talbot und wurde von 1977 bis 1984 hergestellt. Dieses Fahrzeug wurde von Matra entwickelt und basiert auf den Simca 1100 Pickup. Auf dem Genfer Autosalon im Jahre 1977 wurde der Matra-Simca Rancho dem Publikum präsentiert und kurze Zeit später startete auch der Verkauf. Die Karosserie des Simcas wurde mit Fiberglas-Anbauteilen versehen, was letztendlich dem Fahrzeug eine Geländewagen-Optik verlieh. Das Antriebsaggregat war ein 80-PS-Motor aus dem Simca 1308/Talbot 1510. Ursprünglich sollte ein Allrad-Antrieb verwendet werden, aber aus Kostengründen entschied man sich stattdessen für einen Frontantrieb. Im Jahr 1978 kaufte der PSA-Konzern das Europageschäft von Chrysler, so wurde das Modell ab 1979 durch den neuen Eigentümer weitervertrieben und trug die Bezeichnung „Talbot-Matra Rancho“.

Im Jahr 1981 gab es den Rancho als Sondermodell „Decouvrable“. Er verfügte weder über eine Heckscheibe noch über Seitenscheiben. Aufgrund des neuen Joint-Ventures mit Renault musste Matra 1983 die Fertigung der Modelle Rancho und Murena stoppen, da auf den Produktionsstraßen der neue Renault Espace hergestellt werden sollte. Insgesamt wurden vom Rancho bis 1984 56.457 Exemplare hergestellt.

Bereits Mitte der 1990er Jahre war der Rancho aus dem Straßenbild fast völlig verschwunden, da wie bei den meisten Fahrzeugen, die in den 70ern und 80ern hergestellt wurden, der Rostschutz mangelhaft war.

Maserati Mexico: Ein unbekannter Maserati

Montag, 9. August 2010

Maserati Mexico

Der Maserati Mexico war ein eleganter Gran Turismo, das vom Automobilhersteller Maserati von 1966 bis 1973 gebaut wurde.

Im Jahr 1966 wurde der Mexico (interne Bezeichnung „Tipo 112“) auf dem Pariser Salon der Öffentlichkeit präsentiert. Es war ein viersitziges GT-Coupé der Oberklasse mit Stufenheck und V8-Motor. Das ursprüngliche Design des Mexicos ging auf einen Bertone-Prototypen-Entwurf aus dem Jahre 1965 zurück. Die Serienvariante bekam aber eine Karosserie von Vignale nach dem Design von Michelotti. Der Mexico bekam seine Leistung zunächst ausschließlich von einem 4,7-Liter-V8-Motor, der dank vier Weber-Vergasern auf 290PS kam. Ab dem Modelljahr 1969 gab es zusätzlich die Möglichkeit den kleineren 4,2-Liter-V8-Motor aus dem ersten Maserati Quattroporte mit 260PS zu bestellen.

Einige Kunden wünschten sich auch Modelle mit dem 4,9Ltr.Motor des Maserati Ghibli sowie mit dem 6-Zylinder 4,2 Ltr. Motor des Maserati Mistrals, die Maserati dementsprechend einbaute.

Von 1966 bis 1973 wurden vom Maserati Mexico 482 Stück hergestellt.

Alfa Romeo Montreal: Ein Italiener mit teueren Ersatzteilen

Mittwoch, 4. August 2010

Alfa Romeo Montreal

Das Modell Montreal war ein Sportcoupé von Alfa Romeo, das von 1970 bis 1977 gefertigt wurde. Als Designstudie von Bertone wurde es 1967 auf der Weltausstellung in Montréal erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Aufgrund des Austellungsortes erhielt das Fahrzeug auch seinen Namen.

Der Fachwelt gefiel das Design des Montreals und somit entschied man sich bei Alfa Romeo für eine Serienproduktion. Die Technik basierte auf den im Rennsport eingesetzten Tipo 33, allerdings wurde sie für die geforderte Alltagstauglichkeit modifiziert. Es war der erste Alfa Romeo, bei dem ein Serien-V8-Motor mit 2,6 Litern Hubraum eingebaut wurde. Weitere technische Auffälligkeiten waren eine mechanische Saugrohreinspritzung und vier obenliegende Nockenwellen. Von der Designstudie, die über einen Mittelmotor-Antrieb verfügte, wurden die seitlichen Lüftungsschlitze übernommen. Das Serienfahrzeug war aber jedoch für einen Frontmotor und Heckantrieb ausgelegt. Das Fahrzeug hatte mit dem V8-Motor eine Leistung von 200PS und konnte eine Höchstgeschwindigkeit von 229 km/h erreichen. Aus Zeit- und Kostengründen wurde die komfortable Fahrwerksauslegung von der damals aktuellen Serie 105 Limousine/Sportcoupe (Giulia, GTJ und GTV) adaptiert. Die Innenausstattung war zu der Zeit sehr umfangreich. Trotz der Rennsportgene des Motors hatte der Montreal im Automobilsport, aufgrund des einfachen Fahrwerks keinerlei Chancen.

In Deutschland wurde das Fahrzeug zu einem Basispreis von 35.000 DM verkauft. Die Ölkrise der 70er brachte den Erfolg des Montreals, aufgrund des hohen Benzinverbrauchs, fast zum Erliegen. Als äußerst postiv kann die wesentlich bessere Rostvorsorge als bei anderen Modellen erwähnt werden, so dass bis heute noch Fahrzeuge in einem guten Zustand zu finden sind.

Insgesamt wurden bis 1977 nur 3.925 Stück produziert.