Archiv für die Kategorie „Youngtimer Ersatzteile“

Jochen Neerpasch – Eine Motorsport-Karriere

Mittwoch, 2. November 2011

Jochen Neerpasch startete seine Rennkarriere als gelernter Maschinenschlosser 1960 beim Team Borgward. Später 1968 gewann Jochen Neerpasch in einem Porsche 907 das 24-Stunden-Rennen von Daytona. Im selben Jahr wechselte Jochen Neerpasch zum Management-Bereich, als er bei Ford die Rennsport- und Rallye-Abteilung übernahm. Neerpasch verpflichtete auch den Chef-Ingenieur von Mercedes-Benz Martin Braungart für Ford. Jochen Neerpasch war federführend bei der Entwicklung vom neuen V6-Capri bei der Tourenwagen-Europameisterschaft. 1972 wechselte Jochen Neerpasch, wieder gemeinsam mit Braungart, zum Hauptrivalen BMW. Neerpasch leitete von 1973 bis 1979 als Geschäftsführer die neu gegründete BMW M GmbH. Jochen Neerpasch und Braungart erlangten mit den CSL Coupés zahlreiche Siege und zeichneten sich auch für die M1-Motoren verantwortlich. 1979 wechselte Neerpasch zu Talbot nach Paris, gerade zu dem Zeitpunkt, als BMW überlegte mit dem Turbolader in der F1 einzusteigen. 1982 wurde Jochen Neerpasch Delegierter der Sportwagen-WM bei der FISA in Paris. 1983 bis 1987 nahm er die Funktion vom Vize-Präsident Motorsport bei IMG London/München war. Von 1988 bis 1992 arbeitete Neerpasch im Team Sauber-Mercedes in der Sportwagen-Weltmeisterschaft. Einen Namen machte sich Jochen Neerpasch auch durch sein Junior-Team, indem er die Förderung der jungen Talente Michael Schumacher und Heinz-Harald Frentzen vorantrieb. Im Jahr 2009 kam es zu einer Berührung mit Jochen Neerpaschs Zeit als Vorsitzender der Geschäftsführung der BMW Motorsport GmbH, als er an der Württembergischen Classic mit dem M1 von BMW teilnahm.

Alte Zeiten, der BMW 3,0 S und BMW 3,0 Si

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Der BMW 3,0 S wurde 1971 präsentiert. Der BMW 3,0 S gehört zu der Serie der Oberklasse-Limousinen BMW 2500, BMW 2800, BMW 3.0 und BMW 3.3 mit Sechszylinder Reihenmotoren. Die Oberklasse-Limousinen waren die Nachfolger der BMW-V8-Modelle 501 und 502, die unter dem Name Barockengel bekannt sind. Die BMW Limousinen hatten eine elegante Form und vier Türen. Die Sechs-Zylinder-Baureihe wurde von 1968 bis 1977 gebaut. Im April 1971 wurde die BMW-Baureihe um zwei Modelle erweitert: Zunächst präsentierte BMW den BMW 3.0 S als 2-Vergaser-Variante und im September 1971 dann den BMW 3.0 Si mit elektronischer Einspritzung. Beide Modelle verfügten über einen Drei-Liter-Motor mit einer Leistung von 180 PS beim 3.0 S, bzw. 200 PS bei dem BMW 3.0 Si. Die Höchstgeschwindigkeit vom BMW 3,0 S betrug maximal 205 km/h. Von null auf hundert beschleunigte der 3,0 S in neun Sekunden. Der BMW 3,0 Si erreichte mit seinen 180 PS eine Spitzengeschwindigkeit von 220 km/h und brauchte von null auf hundert km/h nur acht Sekunden Beschleunigungszeit. Der BMW 3,0 S wurde bis 1977 gebaut, die Bauzeit vom BMW 3,0 Si endete 1975. 1974 präsentierte BMW dann das Alpha-Modell, den BMW 3,3 L. Der BMW 3,3 L als Langversion hatte einen längeren Radstand und vergrößerten Hubraum von 3295 Kubikzentimeter. Der Sechs-Zylinder-Motor mit 2 Vergasern hatte eine Motorleistung von 190 PS.

Der Nachbau einer Ikone

Dienstag, 27. September 2011

Der Ferrari 340 Mexico Berlinetta ist einer der bekanntesten Klassiker. Auf der Carrera Panamericana erlangte der Berlinetta 1952 Ruhm und Ehre. Mittlerweile ist der Ferrari 340 Mexico Berlinetta, von dem nur drei Stück gebaut wurden, eines der teuersten Autos der Welt. Auf einer Auktion, ging ein Exemplar für mehr als drei Millionen Euro an einen neuen Besitzer. Für viele Fans des Klassikers einfach zu viel Holz, das dachte sich auch der Texaner Arturo Alonso, Eigentümer einer Firma, die sich auf den Nachbau alter und edler Flitzer spezialisiert hat. Aus diesem Grund hat sich das Unternehmen an ein neues Projekt namens F/340 Competizione gemacht und baut den Ferrari 340 Mexico Berlinetta einfach nach. Ganz genau wie das große Vorbild, wird der moderne Retrorenner allerdings nicht aussehen, denn die Plattform teilt sich der F/340 Competizione mit dem Ferrari 456 M. Ebenso spendiert der 456 M seinen 5,5l großen V12, welcher im Berlinetta Nachbau dank verschiedener Modifikationen 483 PS leisten soll. Unerreichbar und einzigartig könnte aber auch der F/340 Competizione sein, rund 800.000 Euro inklusive dem 456 M, sollte man auf der hohen Kante liegen haben und ob ein zweites Auto gebaut wird ist von der Nachfrage abhänging und nicht sicher.

MG RV8, ein Roadster alter Schule

Donnerstag, 21. Juli 2011

Um der Marke MG wieder auf die Sprünge zu helfen, stellt 1993, der britische Hersteller Rover, den MG RV8 vor. Er verbindet die Technik der 90er Jahre mit dem Stil der 60er und knüpft somit an die längst vergangenen Traditionen des MGB an. Das Modell wurde 1971 eingestellt. Der MG RV8 war nur als Rechtslenker zu bekommen und mit einem V8-Motor aus dem Range Rover ausgestattet. Das Triebwerk schöpft aus knapp vier Litern Hubraum 190 PS und verleiht dem MG RV8 Kraft im Überfluss. Der große V8 hat mit dem Roadster leichtes Spiel, in nur 6,1 Sekunden beschleunigt er den MG RV8 auf 100 km/h. Bei der Technik des Neuen, blieb überwiegend alles beim alten. Karosserie und Fahrwerkskomponenten, blieben unangetastet, so setzte man beim MG RV8 auf altbekanntes. Natürlich wurde optisch modifiziert und der Innenraum luxuriöser gestaltet. Das Fahrgefühl im MG RV8 ist ebenso urig denn je, denn der etwas über eine Tonne schwere und gut vier Meter lange Roadster, hatte auch 1993, weder eine Servolenkung, noch ein Antiblockiersystem. Wer hier Hand anlegte, musste noch richtig schuften, um den MG RV8 zu bewegen. Harte Arbeit, aber ein klassischer Sportler eben, mit echten Roadstertugenden längst vergangener Zeiten.