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Opel Commodore C: Die Lücke zwischen Rekord und Senator

Freitag, 16. Juli 2010

Opel Commodore C

Der Commodore ist eine Pkw-Modellreihe des Automobilherstellers Opel, die über drei Generationen von 1967 bis 1982 gebaut wurde. Im Herbst 1978 wurde das Modell Commodore C als Coupé und viertürige Limousine verkauft. Es verfügt über die lange Frontpartie des Opel Senators und über den Sechszylindermotor des Diplomats. Ab 1980 wurde ein Overdrive-Getriebe eingebaut, mit welchem elektronisch per Lenkstockhebel der 5. Gang zugeschaltet werden konnte. Als Option gab es auch eine 3-Gang-Automatik. Ab Modelljahr 1981 war der Motor auch mit einer Bosch-Einspritzanlage und 130PS Leistung bestellbar. Dieses Aggregat wurde auch in den Senator eingebaut, um die Baureihe nach unten hin zu vollenden (der 2,5E ersetzt die Variante 2,8S im Senator und Monza). Der Commodore C verfügte über die einfache Starrachse und das Heck des Opel Rekord (E1). Es wurden jedoch beim 2.5E statt der 4-Loch-Radaufnahmen des Rekord die 5-Loch-Aufnahmen und die Bremsanlage des Senator/Monza  (nur an der Vorderachse) in Verbindung mit der Trommelbremse des Commodore B 2,5S eingebaut. Der Commodore konnte mit zahlreichen Sonderausstattungen wie Tempomat, Sitzheizung, elektrischen Fensterhebern, elektrischen Spiegeln, Klimaanlage geordert werden.

Aufgrund schlechter Verkaufszahlen wurde die zweitürige Variante Mitte 1981eingestellt. Stattdessen war er dann aber bereits seit Anfang 1981 als sehr komfortable Kombivariante „Voyage“ erhältlich. Im August 1982 wurde die Produktion des Commodores komplett gestoppt. Die Ursache war,  dass das Marktsegment zwischen Senator und Rekord zu eng geworden war, so dass es für diese Modellreihe keinen Nachfolger gab. Opel fürchtete die interne Konkurrenz zwischen dem Rekord und dem Commodore sowie zwischen dem Commodore und dem Senator. Bis 1990 gab es in Südafrika allerdings einen „Commodore C2“, mit der Frontpartie des Senator (A2) und dem Heck des Rekord (E2). Alle unterschiedliche Modelle wurden international unter verschiedenen Marken und Modellbezeichnungen vertrieben. Der Commodore wurde zum Beispiel in Großbritannien als Vauxhall Viceroy oder in Australien als Holden Commodore verkauft. Die Holden-Modelle wurden alle in Australien produziert, alle Vauxhall-Modelle jedoch in Rüsselsheim.

Von dem Commodore C wurde zwischen 1978 und 1982 80.521 Exemplare gefertigt und davon waren 3.439 Stück das Modell „Voyage“.

Mercedes-Benz Vaneo: Großraum-Fahren mit Stern

Freitag, 2. Juli 2010

Mercedes-Benz Vaneo

Der Mercedes-Benz Vaneo (intern W414) ist ein Hochdachkombi von Mercedes-Benz, der im Jahr 2002 auf den Markt kam. Das Auto wurde im Nutzfahrzeugwerk Ludwigsfelde bei Berlin produziert

Der Vaneo basiert ursprünglich auf der ersten Generation der A-Klasse. Er ist ca. 20 cm höher und ca. 41 cm länger als die längste Version der A-Klasse. Der Zugang zu den Sitzen im Fond erfolgt über Schiebetüren. Auf der Rückseite hat der Vaneo eine einteilige Heckklappe oder zwei Türen. Die Motorenpalette bestand ebenfalls aus denen der A-Klasse (vor der MOPF) und hatte eine Leistung zwischen 75PS und 125PS. Der Vaneo wurde jedoch nicht mit dem 1,4-Liter-Motor gebaut, sondern verfügte nur über eine gedrosselte 1,6-Liter-Version des A 140 Automatik. Der nach der Modellpflege in der A-Klasse leistende 1,7 Liter Diesel mit 95PS, kam im Vaneo nur auf 91PS.

Der Markterfolg des Vaneo lag hinter den Erwartungen des Herstellers. Schon nach kurzer Zeit musste die Produktion mangels Nachfrage reduziert werden. Drei Jahre nach dem Produktionsstart teilte das Unternehmen mit, die Produktion im gleichen Jahr zu stoppen. Bis dahin wurden ca. 55.000 Exemplare des Vaneo gefertigt.

Porsche Cayenne: Ein echter Kraftprotz

Freitag, 4. Juni 2010

Porsche Cayenne

Der Porsche Cayenne ist ein Sport Utility Vehicle (SUV) der Porsche AG und seit dem 7. Dezember 2002 auf dem deutschen Markt erhältlich. Hierbei handelt es sich um ein sportliches Mehrzweckfahrzeug mit erhöhter Bodenfreiheit, variablem Laderaum und einem permanenten Allradantrieb.

Das Fahrzeug teilt sich mit dem Touareg von Volkswagen und dem Q7 der Volkswagen-Tochter Audi neben der gemeinsamen Plattform das Fahrwerk- sowie Elektrik- und Karosseriebauteile. In allen Fahrzeugen werden (Klein-)Teile aus dem Baukasten des ganzen Volkswagenkonzerns verwendet. Ein Teil der Produktion des Cayenne sowie der Schwestermodelle erfolgt im slovakischen VW-Werk Bratislava. Das Fahrzeug ist das schnellste in Serie gefertigte SUV (Cayenne Turbo S mit einer Höchstgeschwindigkeit von 280 km/h). Aufgrund seines aufwändigen Allradantriebs mit dynamischer Längssperre und der Luftfederung (teilweise optional) ist es auch im Gelände einsetzbar. Diese Eigenschaft wird jedoch durch die auf hohe Geschwindigkeiten ausgelegten Niederquerschnittsreifen, die montiert sind, teilweise stark eingeschränkt.

Die in Bratislava zusammengesetzte Karosse wird im Porsche-Werk in Leipzig mit den Motoren aus Zuffenhausen ergänzt. Der Porsche Cayenne stellt für das Unternehmen Porsche ein Erfolgsmodell dar. Im Geschäftsjahr 2003/2004 war er mit 39.900 verkauften Einheiten die beliebteste Porsche-Baureihe. Etwa 40 % der Cayenne-Gesamtproduktion wurden nach Nordamerika exportiert.  2005/2006 brachen die Verkaufszahlen des Cayenne um fast 30 % ein, im wichtigen nordamerikanischen Markt sogar um fast 45 %.

Im ersten Quartal 2007 wurde eine überarbeitete Version des Cayennes vorgestellt. Zudem präsentierte Porsche auf der IAA 2007 den Cayenne GTS. Die größten Änderungen wurden an den Motoren vorgenommen. Durch Einsatz einer Direkteinspritzungsanlage sollte der Verbrauch um 8 % bis sogar 15 % gesenkt werden. Außerdem wurde die Motorleistung deutlich gesteigert, z.B. erhöhte sich die PS-Zahl des V6 um 40PS, die des V8 um 45PS und die der Top-Version um 50PS. Der Cayenne Turbo kann auf Wunsch ab Werk auch mit einer deutlich höheren Leistungssteigerung bestellt werden. In den Cayenne GTS wird ein vom Cayenne S abgeleiteten 4,8 Liter großer Saugmotor eingebaut, der 405 PS leistet und ein maximales Drehmoment von 500 Nm liefert.

Markante Änderungen der Modellpflege am Cayenne sind die neuen Scheinwerfer und LED-Rückleuchten, die neue Front- und Heckverkleidung, die neuen Außenspiegel, die neuen Kotflügel, die modifizierten Seitenschweller sowie ein überarbeiteten Heckspoiler. Insgesamt wurde auch der cw-Wert um ca. 10 % verringert, was zu einer Senkung des Kraftstoffverbrauchs führte. Ab dem dritten Quartal 2008 wurde der Cayenne Turbo S wieder ins Programm aufgenommen. Der auf dem Cayenne Turbo basierende Motor leistet bei gleichen Verbrauchswerten aufgrund einer modifizierten Ansauganlage und Motorelektronik nun 550PS und erreicht ein maximales Drehmoment von 750 Nm. Im Cayenne Turbo S wird erstmals die Carbon-Keramik-Bremsanlage PCCB erhältlich sein. Ab 2009 war erstmals ein Dieselmotor erhältlich. Dabei handelt es sich um den 3,0-Liter-V6-Turbodiesel-Motor aus dem VW-Konzern der 240PS leistet und über ein maximales Drehmoment von 550 Nm verfügt. Der Verbrauch liegt lt. Porsche bei 9,3 Liter Diesel auf 100 km. Es ist der erste Dieselmotor in einem Porsche-Pkw.

Platzhirsch in der Oberklasse: Der Opel Kapitän aus den 60er Jahren

Samstag, 16. Januar 2010

Im Jahr 1959 brachte Opel den Nachfolger des weniger erfolgreichen Opel Kapitän P 2,5, der eiligst modifizierte Kapitän P 2,6, mit neu geänderter Karosserie. Zum neuen Erscheinungsbild gehörten u.a. eine flachere, gestreckte Linienführung mit einer nochmals vergrößerten vorderen Panoramascheibe. Die beim Vorgängertyp kritisierte stark heruntergezogene hintere Dachlinie wurde durch ein neu angepasstes Heck samt Heckscheibe geändert. Solche Änderungen sorgten somit auch insgesamt für bessere Platzverhältnisse und einen bequemeren Einstieg in den Fond des Wagens. Abmessungen des Opel Kapitän vergrößerten sich gegenüber dem P 2,5 um 7 cm in der Länge, 3 cm in der Breite und 1,2 cm in der Höhe.

Opel Kapitän P2,6

Opel Kapitän P2,6

Durch den stilistisch neu konzipierten breiten Kühlergrill konnten Verwechslungen mit dem Opel Paralellmodell „Rekord“ ausgeschlossen werden.

Der neue “aufgebohrte” Phase-III-Motor mit 2605 cm3 Hubraum leistete 90 PS und erlaubte eine Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h. Bis November 1960 wurde das Overdrive-Getriebe eingebaut, ab Dezember 1960 löste eine hydraulische Kupplung mit automatisch schaltendem Dreigang-Planetengetriebe (Hydramatic) das Overdrive-Getriebe ab. Ab Juli 1962 war bei Opel das Extra „Servolenkung“ bestellbar. Die 13”-Felgen wurden durch 14”-Felgen mit schlauchlosen Reifen ersetzt. Wie bei dem Vorgängermodell konnte auch beim Kapitän P 2,6 eine L-Version mit einigen Extras geordert werden.

Von August 1959 bis zum Produktionsende im März 1964 wurden 145.616 Fahrzeuge dieser Baureihe produziert, davon 102.833 Stück in der L-Version. Der P 2,6 war der letzte Opel Kapitän, der in der Sechszylinder-Klasse noch vor den Modellen von Daimler-Benz in der Zulassungsstatistik lag.

Im Hinblick auf Ersatzteile ist die Versorgung beim Opel Kapitän ist, unabhängig vom Baujahr, nach wie vor recht gut. Das Internet erleichtert die Suche nach Ersatzteilen für solche Oldtimer enorm, wie z.B. auf dem Autoteile-Marktplatz daparto. Das Portal bietet die Möglichkeit, bei vielen Online-Shops nach passenden Autoteilen zu suchen, zu vergleichen und zu sparen. Selbst für den Opel Kapitän P2,6 (BJ 1959-1963) sind bei daparto einige Ersatzteile im Angebot, wie z.B.  Bremsscheiben, Anlasser, Lichtmaschine und Zylinderkopfdichtung.