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Der Porsche 911: Ein Traum auf vier Rädern

Montag, 28. Dezember 2009

Porsche 911

Der Porsche 911 fand seinen Ursprung, als für den 356er ein  Nachfolger gesucht wurde. Der 356er war technisch nicht mehr zeitgemäß, besonders der Vierzylinder-Boxermotor ließ  sich nicht mehr weiter entwickeln bzw. wurde ein kostspieliger Faktor für Porsche. Er war mit zwei Litern Hubraum am Maximum seiner Leistungs- und Hubraumentwicklung. Das neue Modell sollte dem betagten 356er in allen Bereichen überlegen sein, sich aber dennoch am typischen Porsche Design orientieren.

Der Leiter der Porsche Karosserie-Konstruktionsabteilung, Erwin Komenda, sowie Ferdinand Alexander Porsche, der Sohn des Firmengründers Ferry Porsche, arbeiteten beide unabhängig voneinander an einem Design-Modell des neuen Wagens, wobei sie sich an wenige Vorgaben zu halten hatten (u. a. Radstand nicht länger als 2,20 m sowie Motor und Antriebseinheit im Heck). Mit leichten Abstrichen beim Radstand (2,27 m) waren beide erfolgreich. Letztendlich bekam der Entwurf von Ferdinand Alexander den Zuschlag, da dieser dem Charakter eines Porsche-Automobils am besten entsprach und die Verwandtschaft zum 356er sofort erkennbar war.

Der 911er wurde von Porsche sodann 1963 auf der IAA in Frankfurt am Main als Nachfolger des 356er – zunächst mit der Bezeichnung Porsche 901 – präsentiert. Aufgrund namensrechtlicher Forderungen von Peugeot wurde die Null durch eine Eins ersetzt, so dass der Wagen im Jahr 1964 als Porsche 911 erhältlich war.

Bei dem 911er handelt es sich zwar um einen 2+2-Sitzer-Sportwagen, aufgrund der Enge im Fond ist es jedoch eigentlich ein reiner 2-Sitzer. Angetrieben wird er durch einen Sechszylinder-Boxermotor, der sich im Heck des Wagens befindet. Das Konzept des Heckmotors findet man auch in klassischen Fahrzeugen, wie z. B. dem VW-Käfer oder dem Porsche 356 wieder. Der Wagen hat in der Regel einen Heckantrieb (Bezeichnung “Carrera”), wobei seit 1989 auch Fahrzeuge mit Allradantrieb (Bezeichnung “Carrera 4″) im Programm sind. Das Spitzenmodell des Porsche 911 stellt seit 1995 das gewichtsoptimierte und leistunggesteigerte 911-Turbo-Modell, der “Porsche 911 GT2″ dar. Der Motor erfährt hier – wie beim Turbo – eine Aufladung mittels doppeltem Turbolader.

Der Porsche 911 wird seit Jahrzehnten  in drei verschiedenen Karosserievariationen (Coupé, Targa und Cabriolet) angeboten. In den Jahren 1989 bis 1993 wurde der Wagen auch in einer Roadster-ähnlichen Variante, die bei Porsche seit dem 1955 als „Speedster“ bezeichnet wird, verkauft.

Die Ersatzteile Versorgung für den Porsche 911 ist, unabhängig vom Baujahr, nach wie sehr gut. Das Medium Internet erleichtert die Suche nach Ersatzteilen, wie z.B. auf dem Autoteile-Marktplatz daparto. Dieses Portal bietet die Möglichkeit, bei vielen Online-Shops nach passenden Autoteilen zu suchen, zu vergleichen und zu sparen. Beispielsweise sind für den Porsche 911 (BJ 1973-1977) über 1.000 Ersatzteile vorhanden, wiez.B.  Bremsscheiben, Anlasser, Lichtmaschinen und Zylinderkopfdichtungen.

Ein echter Klassiker – Der Golf 1 GTI

Samstag, 26. September 2009

Ich blätterte heute einmal wieder im aktuellen “AutoBild Klassik” Sonderheft, in dem 25.000 Preise für 6.000 Youngtimer und Oldtimer Preise aufgeführt werden. Dabei fiel mir u.a. eines meiner absoluten Lieblings-Autos auf Seite 183 ins Auge – der Golf 1 GTI!

Der GTI wurde 1976 zum ersten Mal auf den Markt gebracht und bis 1983 (als “Pirelli GTI”) produziert. Die Ur-Version hatte einen Hubraum von 1588 ccm und 110 PS. 1977 bekam der Golf 1 GTI ein Facelift und ab 1979 wurde ein Fünfgang-Getriebe verbaut. Eine große optische Änderung erfolgte 1980 – der GTI erhielt neue Rückleuchten und war nun auch als Viertürer erhältlich. 1982 wurde der GTI-Motor auf 1781 ccm und 112 PS erweitert. Nach 461.690 gebauten Einheiten war 1983 Schluss und der Golf 1 GTI wurde durch den Golf 2 GTI abgelöst.

Legendär - der Golf 1 GTI in der "Pirelli" Version

Legendär - der Golf 1 GTI in der "Pirelli" Version

Die AutoBild weist einen GTI (110 PS) mit Zustand der Note 1 mit einem Wert von 15.200 Euro (Baujahr 1976 bis 1979) bzw. 14.200 Euro (Baujahr 1979 bis 1982) aus.  Ein GTI aus 1982 bzw. 1983 kostet im Bestzustand ca. 14.000 Euro und ein Pirelli GTI 14.500. Stolze Preis für ein legendäres Auto!

Sollte jemand in dem glücklichen Zustand sein, einen alten und unverbastelten Golf 1 GTI in gutem Zustand zu besitzen kann er sich also glücklich schätzen. Neben dem Preis des Autos sind jedoch auch die Verfügbarkeit bzw. die Preise für Ersatzteile entscheidend für den Fahrspaß. Die AutoBild berichtet, dass es generell noch ausreichend Teile für den Golf GTI gibt, allerdings einige Ersatzteile auch schon recht rar bzw. teuer sind.

Ich habe einmal beim Autoteile-Marktplatz  www.daparto.de nachgesehen, wie dort das Angebot mit Verschleißteilen für den Golf 1 GTI so ausfällt. Für die 110 PS Variante beinhaltet das Sortiment mehr als 6600 Angebote; für die 112 PS Version sind es immerhin 6200 Artikel. Für den 110 PS GTI kostet eine neue Ölwanne ab 25 Euro (febi), einen neuen Anlasser gibt es ab 110 Euro (Eurotec) und ein Kupplungssatz von NK ist ab 84 Euro zu bekommen. Die Ersatzteile für den Golf 1 GTI mit 112 PS Motor sind ebenfalls erschwinglich: Eine neue Heckleuchte ist ab 27 Euro zu haben,  eine neue Wasserpumpe von Triscan wird ab 18 Euro angeboten und ein neuer Endschalldämpfer (Imasaf) beginnt bereits ab 71 Euro. Auch Karosserieteile für den Golf 1 GTI gibt es reichlich am Markt – bei daparto alleine mehr als 10 Kotflügel-Angebote, die bereits bei 50 Euro (Johns) beginnen.

Die Ersatzteile Versorgung für den Golf 1 GTI scheint damit weitestgehend geklärt. Jetzt muss nur noch ein Auto mit guter Substanz – und etwas Spielgeld – her und das Schrauben kann losgehen.

PS: Ein sehr cooles Video von DMAX zum Golf GTI (und einem anderen Youngtimer-Favoriten, dem Opel Kadett C Coupe) gibt es hier.

Mal wieder das Thema Auto – “Auweia” und “Wow” innerhalb von 30 Sekunden…

Donnerstag, 3. September 2009

Ich las gestern bei Spiegel Online einmal mehr von der im nächsten Jahr und wahrscheinlich darüber hinaus anstehenden Misere im deutschen Autohandel. Die Abwrackprämie ist nun Geschichte, die (nicht immer benötigten) Neuwagen sind - zum Teil bereits mit zusätlichen, heftigen Rabatten des Handels – verkauft. Nun stellt sich die Frage nach dem “Wie geht es weiter?”. Wenn die Prognosen eintreffen, wovon ich persönlich ausgehe, steht ein längerer nuklearer Winter (“Horrorjahre” laut spiegel.de) im Automobilhandel an.

Wer in 2010 einen Neuwagen kaufen möchte, wird wahrscheinlich beste Karten bei der Preisverhandlung besitzen. Es kann allerdings sein, dass er für seinen Autokauf eine längere Fahrtzeit zum Händler einrechnen muß – wenn, wie befürchtet, bis zu 50% der Autohäuser “die Grätsche macht”. Auweia…

Der legendäre Zakspeed Capri

Der legendäre Zakspeed Capri

Nach kurzem Scrollen der spiegel.de Site stellte sich allerdings bei mir wieder etwas Behaglichkeit ein. In der Serie “60 deutsche Autos” berichtet der Spiegel heute vom Ford Capri. Wow! Der Capri war in meiner Kindheit eines meiner absoluten Lieblingsautos. Nicht nur, dass er in meinem Auto-Quartett eine große Nummer war und auch als SIKU Auto bestens dastand - nein, auch Fotos vom Nürburgring der brutalen und sehr erfolgreichen Zakspeed Capris sowie deren Performance als Miniaturen auf der Carrera Bahn eines meiner Freunde machten auf mich mächtig Eindruck. Dazu kam, dass ein Nachbar meiner Eltern Mitte der 80er ein solches Wunderauto besass. Der bei Ford als Automechaniker beschäftigte Herr war mächtig stolz auf sein Gefährt, einen orange-farbenen Capri I 2600 RS aus den frühen Siebzigern, und verbrachte viel Zeit mit Putzen, Waschen und Schrauben. Wir Kinder hielten den eigentlich unauffälligen Familienvater und sein Auto für das coolste Duo ever.

Heute sieht man die Capris leider viel zu selten. Dabei wäre es durchaus reizvoll, einmal an einem Capril I, II oder III zu schrauben. Im Gegensatz zu den Fahrzeugen gibt es die Ersatzteile dafür nach wie vor in guter Auswahl.  So kann man z.B. für einen Capri I 2000 einen Anlasser z.B. von Hella schon ab 136 Euro bekommen; eine Brembo-Bremsscheibe ist ab 30 Euro zu haben und eine Zylinderkopfdichtung von Elring kostet nicht mehr als 48 Euro. Beim Capri II verhält es sich ähnlich. Eine Benzinpumpe für den 2,0 steht mit nur 35 Euro zu Buche;  ein Lenker von QH wird ab 33 Euro angeboten, ein Radlager-Satz von Triscan ab 37 Euro. Und auch beim Ford Capri III 2.0 sieht es nicht schlecht aus in punkto Ersatzteile: Einen Bosal Endschalldämpfer bekommt man ab 42 Euro, eine Wasserpumpe ist ab 32 Euro zu haben und für einen Zahnriemen-Satz der Fa. QH müssen lediglich 28 Euro gezahlt werden.

Leider ist die große Zeit der Fa. Ford mit Modellen wie dem Capri, dem Granada (!) oder dem Sierra Cosworth aus meiner Sicht schon länger passé. Autos wie der Modeo oder der Focus C-Max haben mit den legendären Fahrmaschinen der 70er und 80er nichts mehr zu tun. Da freut man sich umso mehr, wenn Berichte wie der angesprochene Spiegel-Artikel an die Ford-Legenden erinnern

“Wer Auto Ersatzteile braucht soll wählen können…”

Dienstag, 25. August 2009

…so lautet seit Jahren ein Wahlspruch des Gesamtverband Autoteile-Handel (GVA), der Interessenvertretung des “Independent  Aftermarket” in Deutschland.

Seit gestern hat dieses Thema durch eine Untersuchung des ADAC neuen Wind in die Segel bekommen. Die “Gelben Engel” haben nämlich herausgefunden, dass zwischen Originalteilen (= denen, die man im Autohaus kaufen kann bzw. verbaut bekommt) und Identteilen (= denjenigen, die man in einer freien Werkstatt bzw. Teilehandel bekommt) keine Qualitätsunterschiede zu erkennen sind, wohl aber deutliche Unterschiede in Punkto Preis.

Auch sie kann bei Ersatzteilen für ihren VW Tiguan Geld sparen...

Auch sie kann bei Ersatzteilen für ihren VW Tiguan Geld sparen...

Diese Erkenntnis ist in Schrauberkreisen alles andere als neu, wird dem “normalen” Autofahrer jedoch nun von Deutschlands Instanz Nummer in Auto-Themen über die Medien aufs Brot geschmiert (Bravo nach München – und das nur wenige Wochen vor der IAA!). So berichten u.a. die Süddeutsche Zeitung und der Focus in ihren Online-Ausgaben bereits darüber. Der Focus spricht sogar von “Abzocke mit Autoteilen”. :-) Anzunehmen ist, das weitere Berichte folgen werden. Und dann wird es ungemütlich für die ohnehin schon arg gebeutelte Vertragswerkstatt. In Ermangelung eines rund laufenden Neuwagen- (Rabattschlacht und Abwrackwahn) und Gebrauchtwagen- (zu hohe Restwerte, Preisverfall und Überangebot) Geschäfts wurden die Profite in der Vergangenheit über den Reparatur- und Wartungsbereich generiert.

Der Autofahrer hat ja keine Ahnung, was die Teile kosten (sollten) und zahlt dazu widerwillig zum Teil horrende Stundesätze. Da macht es dann wenig Freude, den Golf IV oder den Opel Astra F in die Vertragswerkstatt zu bringen. Da aber Golf III und Co. (= Autos älter als 8 Jahren) meist schon kaum mehr vorstellig wurden (und entweder von der freien Werkstatt, ATU oder PitStop bedient wurden), musste die verbliebene Reparatur-Zitrone eben etwas fester gepresst werden. Das Resultat: Preisunterschiede bei Ersatzteilen im Vergleich OE- und Identteil von durchschnittlich 30%!

Wenn etwa eine Wasserpumpe, eine Zylinderkopfdichtung  oder ein Radlager für einen Seat Toledo 1.9 TDI als Originalteil (produziert z.B. von Bosch oder SKF) mehr als 36% teurer ist als das Identteil ohne den Seat-Stempel (aber in der Verpackung von Bosch bzw. SKF) dann wird die Argumentation gegenüber dem nun informierten Autofahrer schwer bis unmöglich. Die Autohäuser bekommen durch den Bericht des ADAC zukünftig sicherlich noch ein weiteres Problem in einem bisher noch sehr gut laufenden Bereich. Aber warum sollte es dem KFZ-Reparaturbereich bei Ersatzteilen anders ergehen als anderen Branchen? Man erinnere sich nur an das Thema “Mövenpick Eis in der Aldi-Verpackung” oder die Siemens VDO Navis, die unter anderem Label bei Discountern reissenden Absatz (durch günstigeren Preis) fanden.

Am Ende ist die Diskussion bzw. deren Auswirkungen sehr spannend. Mir persönlich ist das Thema allerdings schon länger gleichgültig. Ersatzteile und Verschleißteile für zu reparierende Autos – ob Radlager, Anlasser, Stoßdämpfer oder Bremsbeläge – kaufe ich seit jeher im freien Markt (bzw. seit den letzten Jahren vor allem Online). Wenn man weiß, welcher Hersteller für OE-Qualität steht (z.B. Conti, Bilstein, Valeo, Elring, etc.), weil er die Fahrzeughersteller beliefert, kann man guten Gewissens zu dessen Identteilen greifen - und echtes Geld sparen.