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Alfa Romeo Montreal: Ein Italiener mit teueren Ersatzteilen

Mittwoch, 4. August 2010

Alfa Romeo Montreal

Das Modell Montreal war ein Sportcoupé von Alfa Romeo, das von 1970 bis 1977 gefertigt wurde. Als Designstudie von Bertone wurde es 1967 auf der Weltausstellung in Montréal erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Aufgrund des Austellungsortes erhielt das Fahrzeug auch seinen Namen.

Der Fachwelt gefiel das Design des Montreals und somit entschied man sich bei Alfa Romeo für eine Serienproduktion. Die Technik basierte auf den im Rennsport eingesetzten Tipo 33, allerdings wurde sie für die geforderte Alltagstauglichkeit modifiziert. Es war der erste Alfa Romeo, bei dem ein Serien-V8-Motor mit 2,6 Litern Hubraum eingebaut wurde. Weitere technische Auffälligkeiten waren eine mechanische Saugrohreinspritzung und vier obenliegende Nockenwellen. Von der Designstudie, die über einen Mittelmotor-Antrieb verfügte, wurden die seitlichen Lüftungsschlitze übernommen. Das Serienfahrzeug war aber jedoch für einen Frontmotor und Heckantrieb ausgelegt. Das Fahrzeug hatte mit dem V8-Motor eine Leistung von 200PS und konnte eine Höchstgeschwindigkeit von 229 km/h erreichen. Aus Zeit- und Kostengründen wurde die komfortable Fahrwerksauslegung von der damals aktuellen Serie 105 Limousine/Sportcoupe (Giulia, GTJ und GTV) adaptiert. Die Innenausstattung war zu der Zeit sehr umfangreich. Trotz der Rennsportgene des Motors hatte der Montreal im Automobilsport, aufgrund des einfachen Fahrwerks keinerlei Chancen.

In Deutschland wurde das Fahrzeug zu einem Basispreis von 35.000 DM verkauft. Die Ölkrise der 70er brachte den Erfolg des Montreals, aufgrund des hohen Benzinverbrauchs, fast zum Erliegen. Als äußerst postiv kann die wesentlich bessere Rostvorsorge als bei anderen Modellen erwähnt werden, so dass bis heute noch Fahrzeuge in einem guten Zustand zu finden sind.

Insgesamt wurden bis 1977 nur 3.925 Stück produziert.

VW Bora: Ein Golf in hässlich

Montag, 2. August 2010

Volkswagen Bora/Bora-Variant

Im Jahr 1998 präsentierte Volkswagen den Bora (Jetta IV), der in der unteren Mittelklasse angesiedelt war. Das Fahrzeug wurde nur in Nordamerika und Südafrika wie seine ürsprünglichen Vorgänger weiterhin als „Jetta“ angeboten. In Europa, Südamerika und in China hieß das Modell VW Bora.

Technisch ist der Bora mit dem Golf IV identisch, optisch unterscheiden sich aber beide deutlich voneinander. Das stärkste für den Bora verfügbare Antriebsaggregat war ein Sechszylinder-Motor mit 2,8 l Hubraum und 204PS. Um die Leistung optimal auf die Straße bringen zu können, wurde das Topmodell mit dem Allradantrieb „4Motion“ ausgestattet. Aufgrund häufig auftretender Kritik hinsichtlich des biederen Designs, gestaltete Volkswagen den Bora etwas eigenständiger und eleganter als die Vorgängermodelle. Mit dem neuen Design wollte Volkswagen auf die Konkurrenzmodelle BMW 3er und die Mercedes C-Klasse abzielen. Trotz einiger erfolgreichen Vergleichtests, als ein insgesamt sehr ausgewogenes Fahrzeug mit einer überdurchschnittlich guten Verarbeitungsqualität, war er genauso wie seine Vorgänger in Europa hinter den Erwartungen. Der Bora sollte eigentlich als eine komplett eigenständige Modellreihe ausgebaut werden. Neben der Stufenheck-Limousine waren ein sportlicher Lifestyle-Kombi, ein Coupé und ein Cabriolet geplant. Realisiert wurden lediglich die Limousine und der Kombi parallel zum Golf IV mit gehobener Ausstattung. Zur Ausstattung zählten serienmäßig unter anderem ABS, vier bzw. acht Airbags sowie eine Funk-Zentralverriegelung. Zusätzlich verfügte der Bora über eine vollverzinkte Karosserie. Es wurden drei verschiedenen Ausstattungsvarianten Trendline, Comfortline und Highline angeboten. Ab 1999 wurde neben der Limousine auch ein Kombimodell, der Bora Variant, produziert. Ab der A-Säule glich die Karosserie der des Golf IV Variant. Der Erfolg des Bora-Variant war dennoch sehr bescheiden, da sich die Kunden eher für einen Golf Variant entschieden.

Allgemein verfügte der Bora über eine gehobenere Ausstattung als ein vergleichbarer VW Golf. Der Basismotor des Golf (1,4 l mit 75PS) war zunächst nicht im Produktprogramm enthalten. Als der Absatz hinter den Erwartungen lag, wurde er dennoch ins Programm aufgenommen. Vorrübergehend gab es bei Volkswagen vermehrt Reklamationen, da der 2,0 Liter-Motor einen erhöhten Ölverbrauch aufwies. Volkswagen bezeichnete den Ölverbrauch von einem Liter auf 3000 km als „normal“. Um den Absatz nochmals anzukurbeln, gab es zusätzlich Sondermodelle. Dazu gehörten bspw. „Edition“, „Pacific“ und „Sport Edition“ sowie „Special“. Ab dem Modelljahr 2001 wurde die Tachoeinheit durch Chromapplikationen aufgewertet.

Seit 2005 wird der Nachfolger Jetta V offiziell auch in Europa wieder als Jetta angeboten.

Ford Capri MK2: Ein schickes Sportcoupé

Freitag, 30. Juli 2010

Ford Capri MK2Der Ford Capri ist ein Sportcoupé, das von 1968 bis 1986 von Ford Deutschland sowie bis 1976 auch von Ford England produziert wurde. Die Name „Capri“ fand im Ford-Konzern schon beim US-amerikanischen Lincoln Capri der frühen fünfziger Jahre und auch von 1962 bis 1964 beim Ford Consul Capri, einer Coupé-Variante des britischen Ford Consul Classic Verwendung.

Nachdem die Verkaufszahlen des Capri I gänzlich zurückgingen, wurde der Capri dringend einer Überarbeitung unterzogen. Das Projekt unter dem Namen „Diana“ beinhaltete als größte Änderung die Einführung einer Heckklappe. Eine weitere wesentliche Modifikation war die Vergrößerung der Glasflächen rundum. Somit konnte man der Kritik an der schlechten Sicht im Capri I entgegenwirken. Um die Entwicklungskosten zu reduzieren, wurde auf die Bodengruppe und die Technik des Capri I von 1973 zurückgegriffen. Das ist auch der Grund weshalb viele Bauteile unter den Capri-Baureihen gleich sind. Bspw. die Schweller, die A-Säule oder die Windschutzscheibe, sowie der Radstand und die vordere Spurweite waren mit dem Capri I identisch. Die hintere Spurweite wurde gegenüber dem Vormodell um 56 mm verbreitert. Aufgrund der im Heckbereich notwendigen Änderungen und der größeren verbauten Glasflächen wog das Fahrzeug allerdings deutlich mehr. Das äussere Erscheinungsbild des Capris wurde auch geändert, um es auch einer weniger sportlich eingestellten Zielgruppe schmackhaft zu machen. Bis zur B-Säule waren die Innenräume mit dem Capri I identisch. Die Rücksitze waren nun auch umklappbar (bei hochwertigeren Modellen auch einzeln) und gaben zusammen mit der großen Heckklappe riesige Verstauungsmöglichkeiten frei. Bei dem Antriebsaggregat orientierte man sich in Deutschland ebenfalls am Capri I mit Ausnahme des 1300er-Motors. Hiermit erfolgte ein technischer Rückschritt indem wieder zum Kent-Stoßstangenmotor zurückgerüstet wurde.

Der Capri II gab es in vier Ausstattungsvarianten. Das Basismodell war der Capri L und luxuriöser ging es bei der XL-Version zu. Die GT-Version sollte eher die sportliche Zielgruppe ansprechen. Neu ins Programm aufgenommen war der Capri Ghia, welcher die alte GXL-Version ablöste. Bei Ford konnten die Motorisierungen nur nach Ausstattungsvarianten aufsteigend geordert werden. So konnte für die L-und XL-Varianten kein Sechszylinder und für den Ghia und GT keinen Vierzylinder-Motor bestellt werden.

Mittten in der ersten Ölkrise war der Verkaufsstart des Capri II. Das war auch der Auslöser, weshalb im ersten Jahr in Deutschland auch nur 188 Fahrzeuge mit dem Drei-Liter-Motor verkauft wurden.

Commuter Cars Tango T600: Ein Elektroauto für Superreiche

Mittwoch, 28. Juli 2010

Tango T600

Das Modell Tango ist ein von Commuter Cars produziertes Elektroauto. Das Fahrzeug ist nur für zwei Personen konzipiert. Die beiden Sitze sind so angelegt, das die Passagiere hintereinander sitzen. Das hat den Vorteil, dass das Fahrzeug mit 99cm Breite sehr schmal ist. Der Tango wurde auf der Detroit Auto Show im Januar 2010 der Öffentlichkeit präsentiert. Bis jetzt wurden erst wenige Fahrzeuge des Typs T600 produziert, eines davon für George Clooney.

Das äussere Erscheinungsbild ähnelt eher dem Design vom Messerschmidt- Kabinenrollern oder das der Microcars. Das Gewicht des Fahrzeugs, inklusive der Akkumulatoren, beläuft sich auf massive 1575 Kilo. Das Antriebsaggregat verfügt über eine Leistung von 805PS und lässt den Tango trotz des hohen Gewichts in unter vier Sekunden von auf 100 km/h beschleunigen und führt ihn zu einer Höchstgeschwindigkeit von max. 220 km/h. Zum Sicherheitsequipment gehören auch ein Überrollkäfig, wie er im Motorsport verwendet wird. Da das Fahrzeug noch nicht in Massenproduktion gefertigt wird, rechtfertigt den Preis von 108.000 Dollar.

Der Hersteller gibt an, das eine Akkuladung 3 Stunden dauert und das 80 Prozent in rund 10 Minuten geladen werden können. Je nach Fahrweise varriert die Reichweite zwischen 65 und 320 km. Derzeit ist eine “abgespeckte” Version des Tango T600 in der Entwicklung. Der sogenannte T200, der dann in Großserie produziert werden und demzufolge auch einen niedrigen Preis haben soll.