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Ford Puma: Ein schnittiger Kleinwagen

Montag, 19. Juli 2010

Ford Puma

Der Ford Puma war ein kleines Sportcoupé der Ford Motor Company und wurde von 1997 bis 2002 in Köln von der Ford-Werke GmbH entwickelt und gefertigt.

Als Basis des Pumas dient das Fahrgestell des Ford Fiesta. Da die Plattform des Puma vom synchron gefertigten Fiesta abgeleitet wurde, konnte das Fahrzeug im Werk Köln weitgehend auf den gleichen Fertigungsstraßen gebaut werden. Lediglich in der Karosseriefertigung gab es separate Fertigungsstraßen, bei denen auf manuelle Verfahren zurückgegriffen wurde. Zum Beispiel wurden die Türen weitestgehend in Handarbeit gefertigt und montiert. Bei der Produktion des Puma lag der Anteil der Handarbeit bei rund 40 Prozent. Er wurde in einer Stückzahl von bis zu 220 Einheiten am Tag gebaut. Die Markenrechte am Namen Puma hat Ford 1995 vom brasilianischen Sportwagenhersteller Puma gekauft. Die Motorisierung reichten vom 1,4-l-Reihenvierzylinder mit 90PS, der später vom 1,6-Liter-Motor mit 103PS abgelöst wurde, bis zum 1,7-l-Motor mit 125PS welcher über die gesamte Bauzeit des Puma lieferbar war. In einer limitierten Stückzahl von 500 Stück wurde der nur in Großbritannien erhältliche Ford Racing Puma mit einem 1,7 Liter-Motor und einer Leistung von 155PS verkauft. Der neue 1,7-Liter-Zetec-S VCT-Motor wurde erstmals im Puma eingebaut. Der Zetec-S VCT-Motor war der erste europäische Motor von Ford, der eine variable Nockenwellensteuerung hatte (VCT=„Variable Camshaft Timing“). Eine elektrisch angesteuerte, hydraulische Verstelleinheit steuerte variabel die Verstellung der Einlassnockenwelle und erreichte so eine hohe Drehmomentabgabe über den gesamten Drehzahlbereich.

Einen Nachfolger für den Ford Puma gab es nicht.

Opel Commodore C: Die Lücke zwischen Rekord und Senator

Freitag, 16. Juli 2010

Opel Commodore C

Der Commodore ist eine Pkw-Modellreihe des Automobilherstellers Opel, die über drei Generationen von 1967 bis 1982 gebaut wurde. Im Herbst 1978 wurde das Modell Commodore C als Coupé und viertürige Limousine verkauft. Es verfügt über die lange Frontpartie des Opel Senators und über den Sechszylindermotor des Diplomats. Ab 1980 wurde ein Overdrive-Getriebe eingebaut, mit welchem elektronisch per Lenkstockhebel der 5. Gang zugeschaltet werden konnte. Als Option gab es auch eine 3-Gang-Automatik. Ab Modelljahr 1981 war der Motor auch mit einer Bosch-Einspritzanlage und 130PS Leistung bestellbar. Dieses Aggregat wurde auch in den Senator eingebaut, um die Baureihe nach unten hin zu vollenden (der 2,5E ersetzt die Variante 2,8S im Senator und Monza). Der Commodore C verfügte über die einfache Starrachse und das Heck des Opel Rekord (E1). Es wurden jedoch beim 2.5E statt der 4-Loch-Radaufnahmen des Rekord die 5-Loch-Aufnahmen und die Bremsanlage des Senator/Monza  (nur an der Vorderachse) in Verbindung mit der Trommelbremse des Commodore B 2,5S eingebaut. Der Commodore konnte mit zahlreichen Sonderausstattungen wie Tempomat, Sitzheizung, elektrischen Fensterhebern, elektrischen Spiegeln, Klimaanlage geordert werden.

Aufgrund schlechter Verkaufszahlen wurde die zweitürige Variante Mitte 1981eingestellt. Stattdessen war er dann aber bereits seit Anfang 1981 als sehr komfortable Kombivariante „Voyage“ erhältlich. Im August 1982 wurde die Produktion des Commodores komplett gestoppt. Die Ursache war,  dass das Marktsegment zwischen Senator und Rekord zu eng geworden war, so dass es für diese Modellreihe keinen Nachfolger gab. Opel fürchtete die interne Konkurrenz zwischen dem Rekord und dem Commodore sowie zwischen dem Commodore und dem Senator. Bis 1990 gab es in Südafrika allerdings einen „Commodore C2“, mit der Frontpartie des Senator (A2) und dem Heck des Rekord (E2). Alle unterschiedliche Modelle wurden international unter verschiedenen Marken und Modellbezeichnungen vertrieben. Der Commodore wurde zum Beispiel in Großbritannien als Vauxhall Viceroy oder in Australien als Holden Commodore verkauft. Die Holden-Modelle wurden alle in Australien produziert, alle Vauxhall-Modelle jedoch in Rüsselsheim.

Von dem Commodore C wurde zwischen 1978 und 1982 80.521 Exemplare gefertigt und davon waren 3.439 Stück das Modell „Voyage“.

Lamborghini Espada: Ein viersitziger Sportwagen

Mittwoch, 14. Juli 2010

Lamborghini Espada

Der Espada ist ein viersitziges Coupé und wurde von 1968 bis 1978 von Lamborghini in Italien gebaut. Das Wort Espada kommt aus dem Spanischen und bedeutet „Degen“, den der Matador beim Stierkampf benutzt.

Der Espada basiert auf den 1967 auf dem Genfer Auto-Salon vorgestellten Prototyp Lamborghini Marzal und des Bertone Pirana. Das Design des Espadas wurde von Bertone entworfen. Im Jahr 1968 wurde der Espada auf dem Genfer Automobilsalon als Tipo 108 Espada präsentiert. Bei dem Espada handelt es sich um einen echten Viersitzer und füllt somit die Lücke in Lamborghinis Modellprogramm, das bereits den Lamborghini 400GT und den Lamborghini Miura umfasste. Insgesamt wurden 1217 Fahrzeuge produziert, dies machte den Espada zum erfolgreichsten Lamborghini seiner Zeit.

Während des zehnjährigen Produktionszeitraums gab es beim Espada einige Veränderungen, zudem gab es drei verschiedene Modelle, die insgesamt produziert wurden. Dazu gehörten der S1 (1968-1970), der S2 (1970-1972) und der S3 (1972-1978). Jede neue Modellgeneration wurde mit einem verbesserten Motor ausgestattet und nur kleine Details wurden an der äußeren Optik vorgenommen. Die Innenausstattung wurde mit jedem Modellwechsel erheblich verändert. So bekam der S2 ein völlig neues Armaturenbrett und Lenkrad eingebaut. Die Innenausstattung wurde für den S3 ein weiteres Mal verändert. Als Extra gab es 1970 eine Servolenkung  und 1974 das automatische Getriebe. Aufgrund schärferer Sicherheitsbestimmungen mussten ab 1975 schockabsorbierende Stoßstangen eingeführt werden. Zum Ende der Produktionszeit wurde bei Bertone ein viertüriger Prototyp entworfen, der jedoch nie Serie ging. Da der Lamborghini Espada zeitgleich wie der Lamborghini Islero auf den Markt kam, ist die Technik zum großen Teil gleich. Der Espada hatte ursprünglich einen 325PS starken V12-Motor mit 4-Liter Hubraum, Einzelradaufhängung und rundum Scheibenbremsen. Die überwiegende Anzahl der hergestellten Espada besaßen Schaltgetriebe, wurde aber auch mit einem der ersten Automatik-Getriebe angeboten, das technisch in der Lage war, das Drehmoment des großen sportlichen V12-Motors zu verkraften. Die Automatik hatte eine sehr ungewöhnliche Getriebeübersetzung mit den drei Gängen: Fahrt, 1 und Rückwärts.

BMW Z3: Der Frauen-Roadster

Montag, 12. Juli 2010

BMW Z3

Der BMW Z3 ist ein zweisitziger Roadster des deutschen Automobilherstellers BMW.

Der Z3 wurde ab 1996 offiziel verkauft und 1998 durch eine Coupé-Variante ergänzt. Im Jahr 1999 gab es für den Roadster ein Facelift. Die Motorenpalette reicht von einem 1,8-Liter-Vierzylindermotor mit 115PS bis zu einem 3,2-Liter-Sechszylinder-Motor mit 325PS. Bis Mitte Juni 2002 wurden in Spartanburg, South Carolina (USA) 279.273 Roadster und 17.815 Coupés gefertigt. Der Z3 hat die interne Bezeichnung E36/7 für den Roadster und E36/8 für das Coupé. Er basiert auf der gleichen Plattform wie der E36 Compact und teilt sich mit ihm auch diverse Teile des Cockpits. Ende September 1995 verließ der erste Z3 das Werk. Die Produktion des Roadsters  begann mit dem Vierzylindermodell Z3 Roadster 1.8 und 1.9. Dieses Fahrzeug wurde durch gezieltes Product-Placement in dem James-Bond-Film „GoldenEye“ gekonnt int Szene gesetzt. 1996 wurde die Modellreihe durch den Z3 Roadster 2.8 mit einem Reihensechszylinder erweitert. Im Gegensatz zu den anderen war das Fahrzeug  u. a. mit breiteren Kotflügeln hinten und zwei Begrenzungsleuchten in der Frontstoßstange ausgestattet. Ein Jahr später kam der Z3 M Roadster mit dem aus dem M3 der E36-Baureihe bekannten 3,2-Liter-Sechszylinder-Motor auf den Markt. Neben einigen technischen Neuerungen an Motor, Fahrwerk, Auspuffanlage, Elektrik und Karosserie hatte der M Roadster auch einige optische Veränderungen wie z.B. die Spiegel, die Heckklappe und der Frontspoiler. Das Design der Mittelkonsole wurde überarbeitet und es wurden zusätzliche Instrumente eingebaut. Im Oktober 1998 kam in dem Z3 Roadster 2.8 ein weiterentwickelter Motor zum Einsatz. Dieser verfügte zwar über den gleichen Hubraum, hatte aber nun zwei verstellbare Nockenwellen, so dass neben der Einlass- nun auch die Auslassventilsteuerung der Drehzahl und den Lastverhältnissen besser variiert werden konnte. Die Z3-Modellreihe bekam im August 1998 ein „Shooting-Brake“-Modell dazu. Diese geschlossenen Fahrzeuge sollten im höheren Marktsegment angesiedelt werden und verfügten über die bekannten Sechszylinder-Motoren. Die Fahrzeuge bekamen die Bezeichnung Z3 Coupé 2.8 (später Z3 Coupé 3.0) und M Coupé. Durch den größeren Gepäckraum brachte das feste Dach eine erheblich Erhöhung der Karosseriesteifigkeit mit sich und somit konnte eine straffere Fahrwerksabstimmung vorgenommen werden, welches bessere Fahreigenschaften ermöglichte. Das Designfinish des Coupés war sehr zu der Zeit umstritten.

Ab April 1999 wurde eine überarbeitete Version des Roadsters verkauft. Das Heck erhielt ein neues Design mit hochgezogenen Kotflügeln, L-Förmigen Heckleuchten und einer geschwungenen Heckklappe. Die Frontscheinwerfer wurden einzeln mit Chromringen eingefasst. Im Innenraum wurden die Instrumente der Mittelkonsole verändert und das Verdeck erhielt ein zusätzliches Innenverdeck. Mit der neuen Motorengeneration der Facelift-Modelle bot BMW erstmalig den Z3 Roadster mit einem 2-Liter-Motor an. Im Laufe der Zeit ersetzte BMW die Motorenpalette mit effizienteren Motoren. So ersetzte der Z3 Roadster 3.0i den Z3 Roadster 2.8 und der Z3 Roadster 2.2 den 2-Liter-Motor. Schließlich wurde der M-Roadster und das M Coupé mit dem S54-Motor des BMW M3 (E46) ausgestattet. Dieser bietet im Z3 statt der sonst üblichen 343PS allerdings „nur“ 325PS, da ab Werk keine ausreichend lange Auspuffanlage eingebaut werden konnte um die gleiche Leistung des M3 zu erreichen.

Nachfolger des Z3 ist der BMW Z4.