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Mercedes-Benz Vaneo: Großraum-Fahren mit Stern

Freitag, 2. Juli 2010

Mercedes-Benz Vaneo

Der Mercedes-Benz Vaneo (intern W414) ist ein Hochdachkombi von Mercedes-Benz, der im Jahr 2002 auf den Markt kam. Das Auto wurde im Nutzfahrzeugwerk Ludwigsfelde bei Berlin produziert

Der Vaneo basiert ursprünglich auf der ersten Generation der A-Klasse. Er ist ca. 20 cm höher und ca. 41 cm länger als die längste Version der A-Klasse. Der Zugang zu den Sitzen im Fond erfolgt über Schiebetüren. Auf der Rückseite hat der Vaneo eine einteilige Heckklappe oder zwei Türen. Die Motorenpalette bestand ebenfalls aus denen der A-Klasse (vor der MOPF) und hatte eine Leistung zwischen 75PS und 125PS. Der Vaneo wurde jedoch nicht mit dem 1,4-Liter-Motor gebaut, sondern verfügte nur über eine gedrosselte 1,6-Liter-Version des A 140 Automatik. Der nach der Modellpflege in der A-Klasse leistende 1,7 Liter Diesel mit 95PS, kam im Vaneo nur auf 91PS.

Der Markterfolg des Vaneo lag hinter den Erwartungen des Herstellers. Schon nach kurzer Zeit musste die Produktion mangels Nachfrage reduziert werden. Drei Jahre nach dem Produktionsstart teilte das Unternehmen mit, die Produktion im gleichen Jahr zu stoppen. Bis dahin wurden ca. 55.000 Exemplare des Vaneo gefertigt.

Volvo 262C: Autositze wie Clubsessel

Mittwoch, 30. Juni 2010

Volvo 262C

Das Modell 262 C ist ein von 1976 bis 1981 gebautes Coupé des schwedischen Automobilherstellers Volvo. Das Fahrzeug hatte keinen unmittelbaren Vorgänger, wird jedoch von vielen als Nachfolger des als “Schneewittchensarg” bezeichneten P1800 ES angesehen. Die Entwürfe beider Modelle stammten aus der Feder des Volvo-Designers Jan Wilsgaard. Der 262 C war speziell für die wohlhabenden Bewohner der Großstädte an der nordamerikanischen Ost- und Westküste konzipiert.

Für den ersten Prototyp als Basis diente der Volvo 164. Bei einem Fahrzeug dieser Reihe wurde vom Karosseriebetrieb Coggiola in Beinasco/Turin die zwei hinteren Türen entfernt und die Dachlinie herabgesenkt. Die Erkenntnisse aus diesem Umbau wurden im Bau des 262 C durch Bertone umgesetzt. Insgesamt wurden in der fünfjährigen Bauzeit bei Bertone 6.622 Stück des Volvo 262 C produziert. Der Volvo 262 C war in der automobilen Oberklasse angesiedelt. Er verfügte serienmäßig neben einer Klimaanlage, einem Tempomat und einer Sitzheizung, auch über Ledersitze, Wurzelholzdekor, elektrische Fensterheber sowie einer Servolenkung. Man konnte als Getriebe wahlweise zwischen einem manuellen Viergang-Getriebe mit Overdrive oder eine Dreigang-Automatik von BorgWarner wählen.

Als Antriebsaggregat diente ein Sechszylinder-Einspritzmotor. Dieser Motor war in Kooperation mit Peugeot und Renault entwickelt worden und wurde schon seit 1974 in den Limousinen und Kombis der Baureihe 260 eingebaut. Beim Verkaufsstart des 262 C im Jahr 1976 leistete der Motor noch 140PS aus 2,7 Litern Hubraum. Im Folgejahr wurde die Leistung auf 148PS erhöht. Von 1980 bis zum Produktionsende leistete der Motor über 156 PS aus 2,8 Litern Hubraum. Die Höchstgeschwindigkeit lag ungefähr bei 180 km/h. Während der ersten beiden Produktionsjahre war das Auto ausschließlich in Silbermetallic mit schwarzem Vinyldach bestellbar, später auch in Goldmetallic. Die letzten Modelle der Produktion waren auch in Schwarz, Braun und Hellblaumetallic lieferbar, wahlweise mit oder ohne Vinyldach.

Das Modell gilt mit der geringen Produktionszahl als eine Seltenheit auf den Straßen. Der Großteil der noch existierenden Fahrzeuge ist in den USA zu finden, da dorthin 75% aller Fahrzeuge exportiert wurden. Die Fahrzeuge leiden heutzutage, unter der bei Bertone seinerzeit nachlässig betriebenen Rostvorsorge, so dass gepflegte Fahrzeuge mit geringem Rostbefall sehr teuer sind.

Mercedes-Benz W201: Ein Baby-Benz

Montag, 7. Juni 2010

Mercedes-Benz W201

Der W201 oder auch Baby-Benz (vor der A-Klasse) genannt, ist der erste Mittelklassewagen von Mercedes-Benz und gilt als der Vorläufer der C-Klasse. Er zielte vor allem auf die Käuferschicht des erfolgreichen BMW 3er ab. Er kam Ende 1982 auf den Markt und wurde bis 1993 mehr als 1,8 Millionen Mal gebaut. Damit zählt er zu den erfolgreichsten Modellen von Mercedes-Benz. Durch die große Nachfrage musste man verhältnismäßig hohe Wartezeiten in Kauf nehmen.

Das neue Design mit dem relativ kurzen, hohen und sich verjüngenden Heckabschluss hatte nicht viel mit den bisherigen Mercedes-Modellen gemeinsam. Die Proportionen des W201 blieben in den Grundzügen bis zum W203 erhalten. Auch war der W201 der erste Mercedes, der äußerlich – mit Ausnahme des Kühlergrills – gänzlich auf Chromschmuck verzichtete. Der cw-Wert liegt nach Angaben von Daimler-Benz von 1983 bei 0,33. Der W201 verfügte über eine selbsttragende Stahlkarosserie, Dämpferbeinachsen mit Dreieck-Querlenkern vorne sowie Schraubenfedern und Stabilisatoren. Als erster Mercedes-PKW hatte er hinten eine Raumlenkerachse mit jeweils zwei Querlenkern sowie Zug- und Schubstreben (fünf Lenker pro Rad) eingebaut. Desweiteren waren hinten Schraubfedern und Stabilisatoren sowie Scheibenbremsen rundum verbaut.

Die Motorenpalette reicht bei den Benzinern von einem 190er mit 90PS bis hin zu einem 190 E 2.5-16 Evolution II mit 235PS. Bei den Dieselmotoren fängt es mit einem 190D mit 72PS an und endet mit einem 190 D 2.5 Turbo mit 126PS. Aufgrund der Enge im Fußraum wurde anstatt der sonst Mercedes-typischen Fußfeststellbremse eine „normale“ Stock-Handbremse auf der Mittelkonsole eingebaut. Auffällig ist auch der Einarmwischer, der nach Angaben der Merdedes-Benz AG bis zu 86% der Windschutzscheibe wischen konnte. Dies ist auf die spezielle Hubtechnik zurückzuführen, um damit eine größere Fläche abdecken zu können. Dieser fand später auch ab 1984 in der Modellreihe W124 Verwendung. Ende des dritten Quartals 1988 wurden im Rahmen einer großen Modellpflege Änderungen vorgenommen, wie z.B. neu lackierte Stoßfänger und Seitenplanken, neue Sitze mit Neigungsverstellung und Polsterung sowie die Verwendung von Schaumkern anstatt Federkern, höhenverstellbare Gurte vorne, elektrisch beheizbare Außenspiegel und ein elektrisch verstellbarer rechter Außenspiegel.

Im Jahr 1992 gab es die Sondermodellreihe „Avantgarde“. Die Reihe bestand aus drei Modellen mit den Namen „Azzurro“, „Rosso“ und „Verde“. Diese wurden in limitierter Stückzahl produziert und verkauft. Die Modelle besaßen zum einen jeweils besondere Lacktöne und zum anderen eine auffällige Innenausstattung. Der Schriftzug „Avantgarde“ befindet sich bei allen Modellen rechts auf dem Deckel des Handschuhfachs.

Im August 1993 wurde im Werk in Bremen der letzte W201 gebaut und dem Mercedes-Benz Museum überreicht. Der Nachfolger des 190er wurde 1993 die C-Klasse (W202).

Porsche Cayenne: Ein echter Kraftprotz

Freitag, 4. Juni 2010

Porsche Cayenne

Der Porsche Cayenne ist ein Sport Utility Vehicle (SUV) der Porsche AG und seit dem 7. Dezember 2002 auf dem deutschen Markt erhältlich. Hierbei handelt es sich um ein sportliches Mehrzweckfahrzeug mit erhöhter Bodenfreiheit, variablem Laderaum und einem permanenten Allradantrieb.

Das Fahrzeug teilt sich mit dem Touareg von Volkswagen und dem Q7 der Volkswagen-Tochter Audi neben der gemeinsamen Plattform das Fahrwerk- sowie Elektrik- und Karosseriebauteile. In allen Fahrzeugen werden (Klein-)Teile aus dem Baukasten des ganzen Volkswagenkonzerns verwendet. Ein Teil der Produktion des Cayenne sowie der Schwestermodelle erfolgt im slovakischen VW-Werk Bratislava. Das Fahrzeug ist das schnellste in Serie gefertigte SUV (Cayenne Turbo S mit einer Höchstgeschwindigkeit von 280 km/h). Aufgrund seines aufwändigen Allradantriebs mit dynamischer Längssperre und der Luftfederung (teilweise optional) ist es auch im Gelände einsetzbar. Diese Eigenschaft wird jedoch durch die auf hohe Geschwindigkeiten ausgelegten Niederquerschnittsreifen, die montiert sind, teilweise stark eingeschränkt.

Die in Bratislava zusammengesetzte Karosse wird im Porsche-Werk in Leipzig mit den Motoren aus Zuffenhausen ergänzt. Der Porsche Cayenne stellt für das Unternehmen Porsche ein Erfolgsmodell dar. Im Geschäftsjahr 2003/2004 war er mit 39.900 verkauften Einheiten die beliebteste Porsche-Baureihe. Etwa 40 % der Cayenne-Gesamtproduktion wurden nach Nordamerika exportiert.  2005/2006 brachen die Verkaufszahlen des Cayenne um fast 30 % ein, im wichtigen nordamerikanischen Markt sogar um fast 45 %.

Im ersten Quartal 2007 wurde eine überarbeitete Version des Cayennes vorgestellt. Zudem präsentierte Porsche auf der IAA 2007 den Cayenne GTS. Die größten Änderungen wurden an den Motoren vorgenommen. Durch Einsatz einer Direkteinspritzungsanlage sollte der Verbrauch um 8 % bis sogar 15 % gesenkt werden. Außerdem wurde die Motorleistung deutlich gesteigert, z.B. erhöhte sich die PS-Zahl des V6 um 40PS, die des V8 um 45PS und die der Top-Version um 50PS. Der Cayenne Turbo kann auf Wunsch ab Werk auch mit einer deutlich höheren Leistungssteigerung bestellt werden. In den Cayenne GTS wird ein vom Cayenne S abgeleiteten 4,8 Liter großer Saugmotor eingebaut, der 405 PS leistet und ein maximales Drehmoment von 500 Nm liefert.

Markante Änderungen der Modellpflege am Cayenne sind die neuen Scheinwerfer und LED-Rückleuchten, die neue Front- und Heckverkleidung, die neuen Außenspiegel, die neuen Kotflügel, die modifizierten Seitenschweller sowie ein überarbeiteten Heckspoiler. Insgesamt wurde auch der cw-Wert um ca. 10 % verringert, was zu einer Senkung des Kraftstoffverbrauchs führte. Ab dem dritten Quartal 2008 wurde der Cayenne Turbo S wieder ins Programm aufgenommen. Der auf dem Cayenne Turbo basierende Motor leistet bei gleichen Verbrauchswerten aufgrund einer modifizierten Ansauganlage und Motorelektronik nun 550PS und erreicht ein maximales Drehmoment von 750 Nm. Im Cayenne Turbo S wird erstmals die Carbon-Keramik-Bremsanlage PCCB erhältlich sein. Ab 2009 war erstmals ein Dieselmotor erhältlich. Dabei handelt es sich um den 3,0-Liter-V6-Turbodiesel-Motor aus dem VW-Konzern der 240PS leistet und über ein maximales Drehmoment von 550 Nm verfügt. Der Verbrauch liegt lt. Porsche bei 9,3 Liter Diesel auf 100 km. Es ist der erste Dieselmotor in einem Porsche-Pkw.