Gestern war es einmal wieder so weit – der private Verkauf eines “Jungen Gebrauchten”, genauer gesagt des VW Golf V 2.0 TDI “Sportline” eines guten Freundes, stand an.
Das Auto mit EZ 12/2006 und einer Laufleistung von knapp 64.000 Kilometern hatte in den vergangenen 2 Jahren stets gute Dienste geleistet. Aufgrund eines Arbeitsplatzwechsels nach Berlin-Mitte stand der Sportler leider nun schon seit knapp 4 Monaten herum. Ausschlaggebend für den Verkauf des Autos war zum einen, dass er nicht mehr gebraucht wurde und zum anderen selbst durch die Herumsteherei unnötige Kosten verursacht wurden. Neben Steuern und Versicherung verlangte der Golf vor Kurzem nach neuen Bremsscheiben und Bremsbelägen – die Bremsen waren durch das lange Stehen fest gerostet Den Austausch haben wir zwar an einem Wochenende selbst erledigt – die Tage des TDI waren aber gezählt.

Der VW Golf V 2.0 TDI "Sportline" - auch für ihn gibt es günstige Ersatzteile im Web
Das Auto wurde also bei mobile.de inseriert und es dauerte nicht lange, bis sich die ersten Interessenten meldeten. Es begann das übliche Spielchen – auf 5 Anrufer kamen 4, die völlig idiotische und zum Teil sogar unverschämte Angebote unterbreiteten (für ein Auto, das mit knapp 13.000 Euro inseriert ist und diese auch wert ist wurden gern einmal 10.000 Euro geboten. Man fragt sich, ob und bei wem solche Aktionen auch mal zum Erfolg führen…). Schließlich meldeten sich aber auch ernstzunehmende Käufer – u.a. ein Ehepaar aus Süddeutschland, das gestern Mittag auf der Matte stand. Beide hatten keine große Ahnung vom Autokauf (mein Eindruck), der Mann entpuppte sich aber als ziemlicher Erbsenzähler, der mit der Lupe um das Auto schlich Am Ende kroch er fast unter das Auto und meinte, “der Endtopf sei ja demnächst dann auch einmal fällig”.
Hm. Kann sein. Auto hat gestanden. Korrosion hat bestimmt stattgefunden. Der Endtopf sah wirklich etwas angegriffen aus, OK, aus der Nummer kommen wir nicht raus und haben das auch nicht bedacht Vorschlag des sich nun siegessicher gebenden Interessenten: “Wir kaufen das Auto, Sie sollten aber mindestens den Preis eines neuen Endtopfes vom Kaufpreis abziehen.” Auf die Frage, was er denn als konkrete Summe meine, sagte er “Bei VW kostet sowas zwischen 400 und 500 Euro. Das müssen Sie dann vom Preis herunterrechnen.”
Der Herr hatte die Rechnung allerdings ohne das Web gemacht, genauer gesagt ohne daparto.de. Dort schauten wir gleich einmal nach (Eine real-Time Preisrecherche per WLAN auf einem Parkplatz in Berlin Mitte ist definitiv 21. Jahrhundert!) Unter den mehr als 6300 Angeboten für den VW Golf V 2.0 TDI befinden sich nämlich auch diverse Endschalldämpfer der Qualitätsmarken Walker und Ernst. Einen Walker ESD kann man demzufolge bereits ab 68 Euro + Versand bekommen. Diesem Fakt konnte sich der potenzielle Käufer nicht verschließen und nahm Abstand von seinen geplanten 500 Euro Preisnachlass. Wir einigten uns schließlich auf einen Abzug auf den Kaufpreis von 120 Euro und alle Parteien waren mehr (Verkäufer) oder weniger (Käufer) zufrieden.
Fazit des Tages: The Web rules! daparto.de rocks!


