Artikel-Schlagworte: „Endschalldämpfer“

Ein echter Klassiker – Der Golf 1 GTI

Samstag, 26. September 2009

Ich blätterte heute einmal wieder im aktuellen “AutoBild Klassik” Sonderheft, in dem 25.000 Preise für 6.000 Youngtimer und Oldtimer Preise aufgeführt werden. Dabei fiel mir u.a. eines meiner absoluten Lieblings-Autos auf Seite 183 ins Auge – der Golf 1 GTI!

Der GTI wurde 1976 zum ersten Mal auf den Markt gebracht und bis 1983 (als “Pirelli GTI”) produziert. Die Ur-Version hatte einen Hubraum von 1588 ccm und 110 PS. 1977 bekam der Golf 1 GTI ein Facelift und ab 1979 wurde ein Fünfgang-Getriebe verbaut. Eine große optische Änderung erfolgte 1980 – der GTI erhielt neue Rückleuchten und war nun auch als Viertürer erhältlich. 1982 wurde der GTI-Motor auf 1781 ccm und 112 PS erweitert. Nach 461.690 gebauten Einheiten war 1983 Schluss und der Golf 1 GTI wurde durch den Golf 2 GTI abgelöst.

Legendär - der Golf 1 GTI in der "Pirelli" Version

Legendär - der Golf 1 GTI in der "Pirelli" Version

Die AutoBild weist einen GTI (110 PS) mit Zustand der Note 1 mit einem Wert von 15.200 Euro (Baujahr 1976 bis 1979) bzw. 14.200 Euro (Baujahr 1979 bis 1982) aus.  Ein GTI aus 1982 bzw. 1983 kostet im Bestzustand ca. 14.000 Euro und ein Pirelli GTI 14.500. Stolze Preis für ein legendäres Auto!

Sollte jemand in dem glücklichen Zustand sein, einen alten und unverbastelten Golf 1 GTI in gutem Zustand zu besitzen kann er sich also glücklich schätzen. Neben dem Preis des Autos sind jedoch auch die Verfügbarkeit bzw. die Preise für Ersatzteile entscheidend für den Fahrspaß. Die AutoBild berichtet, dass es generell noch ausreichend Teile für den Golf GTI gibt, allerdings einige Ersatzteile auch schon recht rar bzw. teuer sind.

Ich habe einmal beim Autoteile-Marktplatz  www.daparto.de nachgesehen, wie dort das Angebot mit Verschleißteilen für den Golf 1 GTI so ausfällt. Für die 110 PS Variante beinhaltet das Sortiment mehr als 6600 Angebote; für die 112 PS Version sind es immerhin 6200 Artikel. Für den 110 PS GTI kostet eine neue Ölwanne ab 25 Euro (febi), einen neuen Anlasser gibt es ab 110 Euro (Eurotec) und ein Kupplungssatz von NK ist ab 84 Euro zu bekommen. Die Ersatzteile für den Golf 1 GTI mit 112 PS Motor sind ebenfalls erschwinglich: Eine neue Heckleuchte ist ab 27 Euro zu haben,  eine neue Wasserpumpe von Triscan wird ab 18 Euro angeboten und ein neuer Endschalldämpfer (Imasaf) beginnt bereits ab 71 Euro. Auch Karosserieteile für den Golf 1 GTI gibt es reichlich am Markt – bei daparto alleine mehr als 10 Kotflügel-Angebote, die bereits bei 50 Euro (Johns) beginnen.

Die Ersatzteile Versorgung für den Golf 1 GTI scheint damit weitestgehend geklärt. Jetzt muss nur noch ein Auto mit guter Substanz – und etwas Spielgeld – her und das Schrauben kann losgehen.

PS: Ein sehr cooles Video von DMAX zum Golf GTI (und einem anderen Youngtimer-Favoriten, dem Opel Kadett C Coupe) gibt es hier.

Mal wieder das Thema Auto – “Auweia” und “Wow” innerhalb von 30 Sekunden…

Donnerstag, 3. September 2009

Ich las gestern bei Spiegel Online einmal mehr von der im nächsten Jahr und wahrscheinlich darüber hinaus anstehenden Misere im deutschen Autohandel. Die Abwrackprämie ist nun Geschichte, die (nicht immer benötigten) Neuwagen sind - zum Teil bereits mit zusätlichen, heftigen Rabatten des Handels – verkauft. Nun stellt sich die Frage nach dem “Wie geht es weiter?”. Wenn die Prognosen eintreffen, wovon ich persönlich ausgehe, steht ein längerer nuklearer Winter (“Horrorjahre” laut spiegel.de) im Automobilhandel an.

Wer in 2010 einen Neuwagen kaufen möchte, wird wahrscheinlich beste Karten bei der Preisverhandlung besitzen. Es kann allerdings sein, dass er für seinen Autokauf eine längere Fahrtzeit zum Händler einrechnen muß – wenn, wie befürchtet, bis zu 50% der Autohäuser “die Grätsche macht”. Auweia…

Der legendäre Zakspeed Capri

Der legendäre Zakspeed Capri

Nach kurzem Scrollen der spiegel.de Site stellte sich allerdings bei mir wieder etwas Behaglichkeit ein. In der Serie “60 deutsche Autos” berichtet der Spiegel heute vom Ford Capri. Wow! Der Capri war in meiner Kindheit eines meiner absoluten Lieblingsautos. Nicht nur, dass er in meinem Auto-Quartett eine große Nummer war und auch als SIKU Auto bestens dastand - nein, auch Fotos vom Nürburgring der brutalen und sehr erfolgreichen Zakspeed Capris sowie deren Performance als Miniaturen auf der Carrera Bahn eines meiner Freunde machten auf mich mächtig Eindruck. Dazu kam, dass ein Nachbar meiner Eltern Mitte der 80er ein solches Wunderauto besass. Der bei Ford als Automechaniker beschäftigte Herr war mächtig stolz auf sein Gefährt, einen orange-farbenen Capri I 2600 RS aus den frühen Siebzigern, und verbrachte viel Zeit mit Putzen, Waschen und Schrauben. Wir Kinder hielten den eigentlich unauffälligen Familienvater und sein Auto für das coolste Duo ever.

Heute sieht man die Capris leider viel zu selten. Dabei wäre es durchaus reizvoll, einmal an einem Capril I, II oder III zu schrauben. Im Gegensatz zu den Fahrzeugen gibt es die Ersatzteile dafür nach wie vor in guter Auswahl.  So kann man z.B. für einen Capri I 2000 einen Anlasser z.B. von Hella schon ab 136 Euro bekommen; eine Brembo-Bremsscheibe ist ab 30 Euro zu haben und eine Zylinderkopfdichtung von Elring kostet nicht mehr als 48 Euro. Beim Capri II verhält es sich ähnlich. Eine Benzinpumpe für den 2,0 steht mit nur 35 Euro zu Buche;  ein Lenker von QH wird ab 33 Euro angeboten, ein Radlager-Satz von Triscan ab 37 Euro. Und auch beim Ford Capri III 2.0 sieht es nicht schlecht aus in punkto Ersatzteile: Einen Bosal Endschalldämpfer bekommt man ab 42 Euro, eine Wasserpumpe ist ab 32 Euro zu haben und für einen Zahnriemen-Satz der Fa. QH müssen lediglich 28 Euro gezahlt werden.

Leider ist die große Zeit der Fa. Ford mit Modellen wie dem Capri, dem Granada (!) oder dem Sierra Cosworth aus meiner Sicht schon länger passé. Autos wie der Modeo oder der Focus C-Max haben mit den legendären Fahrmaschinen der 70er und 80er nichts mehr zu tun. Da freut man sich umso mehr, wenn Berichte wie der angesprochene Spiegel-Artikel an die Ford-Legenden erinnern

Gestern erfolgreich verkauft – VW Golf V 2.0 TDI Sportline

Montag, 24. August 2009

Gestern war es einmal wieder so weit – der private Verkauf eines “Jungen Gebrauchten”, genauer gesagt des VW Golf V 2.0 TDI “Sportline” eines guten Freundes, stand an.

Das Auto mit EZ 12/2006 und einer Laufleistung von knapp 64.000 Kilometern hatte in den vergangenen 2 Jahren stets gute Dienste geleistet. Aufgrund eines Arbeitsplatzwechsels nach Berlin-Mitte stand der Sportler leider nun schon seit knapp 4 Monaten herum. Ausschlaggebend für den Verkauf des Autos war zum einen, dass er nicht mehr gebraucht wurde und zum anderen selbst durch die Herumsteherei unnötige Kosten verursacht wurden. Neben Steuern und Versicherung verlangte der Golf vor Kurzem nach neuen Bremsscheiben und Bremsbelägen – die Bremsen waren durch das lange Stehen fest gerostet Den Austausch haben wir zwar an einem Wochenende selbst erledigt – die Tage des TDI waren aber gezählt.

Der VW Golf V 2.0 TDI "Sportline" - auch für ihn gibt es günstige Ersatzteile im Web

Der VW Golf V 2.0 TDI "Sportline" - auch für ihn gibt es günstige Ersatzteile im Web

Das Auto wurde also bei mobile.de inseriert und es dauerte nicht lange, bis sich die ersten Interessenten meldeten. Es begann das übliche Spielchen – auf 5 Anrufer kamen 4, die völlig idiotische und zum Teil sogar unverschämte Angebote unterbreiteten (für ein Auto, das mit knapp 13.000 Euro inseriert ist und diese auch wert ist wurden gern einmal 10.000 Euro geboten. Man fragt sich, ob und bei wem solche Aktionen auch mal zum Erfolg führen…). Schließlich meldeten sich aber auch ernstzunehmende Käufer – u.a. ein Ehepaar aus Süddeutschland, das gestern Mittag auf der Matte stand. Beide hatten keine große Ahnung vom Autokauf (mein Eindruck), der Mann entpuppte sich aber als ziemlicher Erbsenzähler, der mit der Lupe um das Auto schlich Am Ende kroch er fast unter das Auto und meinte, “der Endtopf sei ja demnächst dann auch einmal fällig”.

Hm. Kann sein. Auto hat gestanden. Korrosion hat bestimmt stattgefunden. Der Endtopf sah wirklich etwas angegriffen aus, OK, aus der Nummer kommen wir nicht raus und haben das auch nicht bedacht Vorschlag des sich nun siegessicher gebenden Interessenten: “Wir kaufen das Auto, Sie sollten aber mindestens den Preis eines neuen Endtopfes vom Kaufpreis abziehen.” Auf die Frage, was er denn als konkrete Summe meine, sagte er “Bei VW kostet sowas zwischen 400 und 500 Euro. Das müssen Sie dann vom Preis herunterrechnen.”

Der Herr hatte die Rechnung allerdings ohne das Web gemacht, genauer gesagt ohne daparto.de. Dort schauten wir gleich einmal nach (Eine real-Time Preisrecherche per WLAN auf einem Parkplatz in Berlin Mitte ist definitiv 21. Jahrhundert!) Unter den mehr als 6300 Angeboten für den VW Golf V 2.0 TDI befinden sich nämlich auch diverse Endschalldämpfer der Qualitätsmarken Walker und Ernst. Einen Walker ESD kann man demzufolge bereits ab 68 Euro + Versand bekommen. Diesem Fakt konnte sich der potenzielle Käufer nicht verschließen und nahm Abstand von seinen geplanten 500 Euro Preisnachlass. Wir einigten uns schließlich auf einen Abzug auf den Kaufpreis von 120 Euro und alle Parteien waren mehr (Verkäufer) oder weniger (Käufer) zufrieden.

Fazit des Tages: The Web rules! daparto.de rocks!

Vor 54 Jahren – Der 1 millionste VW Käfer wird in Wolfsburg produziert

Freitag, 7. August 2009

Lange ist es her – am 05.08.1955 rollte bereits der ein millionste VW Käfer im Volkswagen Werk Wolfsburg vom Band.

VW Käfer 1.2 aus 1955 - ein echter Klassiker

VW Käfer 1.2 aus 1955 - ein echter Klassiker

Auch heute noch stellt die Tatsache, dass diese Zahl bereits Mitte der 50er Jahre erreicht wurde, ein Phänomen dar. Interessant auch, dass der Käfer damals für 3950 D-Mark zu haben war und lediglich 30 PS leistete. Wer es schnittiger haben wollte und es sich leisten konnte, hatte 1955 u.a. den Porsche 356A, den Mercedes 190SL oder den BMW 502 zur Auswahl.

VW Käfer 1.2 aus 1955 – ein echter KlassikerAuch heute gibt es u.a. dank der nach wie vor sehr gut funktionierenden Offline- und Online-Versorgung mit Ersatzteilen noch viele tausend Käfer auf deutschen Straßen. Viele Käfer-Besitzer schrauben selbst an ihren Fahrzeugen und benötigen dazu ständig möglichst günstige Ersatzteile.

Selbst für den vor 54 Jahren gebauten VW Käfer 1.2 gibt es bei daparto mehr als 1300 Teile im Sortiment. Ein Hauptscheinwerfer wird bereits ab 135 Euro angeboten, ein Radlager-Satz für die Hinterachsen ab 34 Euro, ein Endschalldämpfer ab 93 Euro.

- Auf das der VW Käfer noch viele weitere Jahre läuft und läuft und läuft….